Ein Artikel von Dipl.-Sportlehrer Markus Weber

Das Carboloading, also das Füllen der Kohlenhydratspeicher der Muskulatur durch eine „Kohlenhydratmast“, ist in Verruf geraten, weil manche Sportler diese Methode über das ganze Jahr anwenden.

Diese „Carboholiker“ wundern sich dann, dass sie ihre überschüssigen Pfunde nicht verlieren, obwohl sie im Frühjahr streng im Grundlagenbereich – also im GA1-Training mit Pulswerten im Fettstoffwechselbereich – trainieren.

Es gibt einige Studien, die darauf hinweisen, dass eine Kohlenhydratgabe vor dem Grundlagentraining den Fettstoffwechsel ausbremst.

Steigt also der Radsportler in den Sattel oder schnürt der Läufer seine Laufschuhe, um draußen im tiefen Pulsbereich den Fettstoffwechsel seiner Muskulatur zu bessern, nimmt aber kurz zuvor noch ein kohlenhydratreiches Getränk, so wird der Muskel alles andere tun als Fette zu verbrennen; denn jetzt stehen schnell verfügbare Kohlenhydrate zur Verfügung.

Mühsam und emsig macht der Sportler viele Kilometer, der Fettstoffwechsel kommt dabei nur schwerlich in Gang, vor allem wenn dann auch während der Einheit weitere Kohlenhydrate in Form von Getränken, Riegeln und Gels zugeführt werden.

Soll sich der Fettstoffwechsel in der Muskulatur bessern und die aerobe Kapazität, also die Grundlagenausdauer – das Fundament der körperlichen Fitness – steigen, so muss einerseits die Trainingsintensität stimmen, die punktgenau über eine Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose ermittelt werden kann. Andererseits sollte der Sportler aber durch eine falsche Ernährung in der Grundlagenphase den Trainingsbestrebungen nicht entgegenarbeiten. Der Anteil der zugeführten Kohlenhydrate sollte daher abgesenkt werden.

Hier kann es dann auch lohnend sein, eine Zeitlang auf Gluten zu verzichten.

Die negative Wirkung des Glutens auf den menschlichen Körper wird in Wissenschaftskreisen schon längere Zeit diskutiert. Bei Missempfindungen wie wiederkehrenden Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Migräne, latenten Entzündungen und hartnäckigen Gelenkbeschwerden macht es Sinn, die Grundlagenphase probeweise für eine glutenfreie Ernährung zu nutzen, um zu sehen, ob sich eine Besserung der Beschwerden sowie auch eine bei vielen beobachtete Gewichtsabnahme zeigt. Also weg von Weizenprodukten und nur im Bedarfsfall Ersatz durch glutenfreie Lebensmittel hin zu einer fett- und proteinbewußten Ernährung. Anregungen dazu gibt es im kommenden Ernährungsposting.

Generell sind Glutenintoleranz und Sport kein Widerspruch.

Es ist nur wichtig, dass man seine Energie aus anderen Nahrungsmitteln zieht: Brauner und wilder Reis, Mais, Quinoa, Amaranth, Buchweizen und Hirse sind glutenfreie Erzeugnisse und können ohne Bedenken von Menschen, die an Zöliakie und Glutenunverträglichkeit leiden, gegessen werden.

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