Ein Artikel von Dipl.-Sportlehrer Markus Weber

Plötzlich und unerwartet, aus heiterem Himmel und überraschend: Keiner rechnet damit, weil es nur wenige trifft. Aber nahezu jeder kennt einen, dem es zugestoßen ist:

Der plötzliche Herztod beim Sport. Die meisten denken, das passiert mir doch nicht, aber wenn doch?

Natürlich ist die Häufigkeit plötzlicher Todesfälle beim Sport außerordentlich niedrig. Bei jungen Sportlern liegt diese bei 0,5 bis 2,0 pro 100.000 Menschen im Jahr. Jenseits des 35. Lebensjahres steigen die Zahlen, weswegen der Deutsche Sportärztebund ab diesem Alter regelmäßige Gesundheits-Checks empfiehlt.

Es gibt vier Faktoren, die das Risiko deutlich beeinflussen:

Das erste ist das Alter: bei Sporttreibenden über dem 60. Lebensjahr ist die Häufigkeit 5x höher als im jungen Erwachsenenalter. Der zweite Faktor bezieht sich darauf, wie jemand Sport treibt. Je intensiver die Belastung, desto höher das Risiko, vor allem, wenn derjenige die Belastung nicht gewohnt ist. Schlecht vorbereitet einen Marathon zu laufen stellt damit schon ein deutlich erhöhtes kardiales Risiko dar. Der dritte Faktor ist das Geschlecht: Männer sind deutlich häufiger vom plötzlichen Herztod betroffen als Frauen. Interessanterweise gelten aber gerade die Männer als Vorsorgemuffel. Männer lieben ihr Auto mehr als ihre Gesundheit. Der heilige Schlitten in der Garage wird regelmäßig zum TÜV und zur Inspektion gebracht, der eigene Körper muss aushalten, was ihm angeboten wird. Für das Auto gibt es jedoch Ersatzteile, wenn mal was kaputt geht, beim Körper gestaltet sich das schon etwas schwieriger.

Zu guter Letzt noch ein Faktor, der zwar leicht vermieden werden kann, oft aber nicht ausreichend bekannt ist und deswegen leider häufig kaum Beachtung im Training findet:

es handelt sich um die Herzmuskelentzündung, die sogenannte Myokarditis. Diese entsteht meist dann, wenn trotz bestehender Infekte weiter uneingeschränkt Sport getrieben wird, statt zu pausieren und zu warten, bis alle Symptome vollständig (!) abgeklungen sind. Trainiert man z.B. mit noch verstopfter Nase „normal“ weiter, kann es sein, dass die im Körper befindlichen Viren oder Bakterien sich am Herzmuskel festsetzen und zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod führen können. Dies ist beispielsweise oft der Fall, wenn augenscheinlich gesunde und fitte Sportler, häufig auch Leistungssportler, plötzlich beim Sport tot umfallen, ohne vorher irgendwelche Vorwarnungen verspürt zu haben – Hauptproblem dabei ist nämlich, dass eine derartige Herzmuskelentzündung oft symptomlos verläuft und die betroffene Person nichts bemerkt.

Also: bei Infekten und nicht 100%-iger Gesundheit besser im Sport pausieren, bis alle Symptome ganz abgeklungen sind!

Gerade wenn ein Wettkampf wie ein Marathon ansteht, sollte im Vorfeld eine Überprüfung der Gesundheit erfolgen. Aber auch sportlich Aktive ohne Wettkampfambitionen profitieren von einem Gesundheits-Check. Bestandteile sollten eine umfangreiche Befragung zu Vorerkrankungen sein, eine internistisch-orthopädische Untersuchung, ein Lungenfunktionstest, ein Blutprofil und ein Ruhe-EKG. Interessant ist für die meisten auch eine Körperfettmessung.

Ideale Aussagen zur Herz-Kreislauf-Funktion und -Gesundheit liefert ein Belastungs-EKG.

Und wenn schon eine Belastungsuntersuchung gemacht wird, wäre der Idealfall die Bestimmung von Laktat und Atemgasen, um nicht nur Aussagen über die Gesundheit machen zu können, sondern auch über den Trainings- und Fitnesszustand sowie darüber, wie jemand zukünftig Sport machen sollte, um seine Gesundheit nachhaltig zu bessern. All das beinhaltet die sportmedizinische Untersuchung mit Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose in den Diagnostikzentren Scheidegg, Friedrichhafen, Pfronten, Kempten und Feldkirch.

Warum also nicht gleich einen Gesundheits-TÜV mit Anleitung zum richtigen Sporttreiben?

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