Ein Artikel von Dipl.-Sportlehrer Markus Weber

Wer kennt es nicht: die notleidenden Patienten werden im Krankenhaus oft noch im Schlaf, jedenfalls gerne vor dem Aufstehen, mit den ersten Messungen wie Herzfrequenz und Blutdruck belästigt.

Doch was soll die frühmorgendliche Ruhestörung? Ist dies so elementar oder scheint dies dem einfachen organisatorischen Ablauf in der Klinik geschuldet?

Tatsächlich lassen sich über mehrere Tage immer zu relativ früher Zeit, in der der Körper nicht wirklich aktiv ist, Herzfrequenzunterschiede feststellen. Diese Veränderungen können auf eine bevorstehende Infektabwehr oder eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Zu beobachten ist meist eine Erhöhung oder eine Verlangsamung der Herzfrequenz (im Vergleich zur normal morgendlich gemessenen Herzfrequenz).

Normalerweise wird die Herzfrequenz oder noch besser die Herzschlagfrequenz als Anzahl der Herzschläge pro Minute angegeben.

Die Einheit wird in min-1 angegeben. Die Herzschlagfrequenz (HF) wird häufig mit dem Puls gleichgesetzt, was inhaltlich nicht ganz richtig ist, weil die Herzschlagfrequenz nur ein Teilaspekt des Pulses ist. Die Pulsqualitäten umfassen neben der Häufigkeit des Herzschlages die Regelmäßigkeit, die Druckanstiegsgeschwindigkeit, den absoluten Druck und das Füllungsvolumen.

Die Herzschlagfrequenz beim Menschen ist abhängig von der Belastung, vom Alter und von der körperlichen Fitness.

Die Ruheherzfrequenz liegt beim Untrainierten normalerweise im Bereich zwischen 60-80 Schlägen/min, beim gut Ausdauertrainierten werden Werte zwischen 45-60 erreicht, sehr gut Ausdauertrainierte können Ruheherzfrequenzen von bis zu ca. 30 Schlägen/min erreichen (meistens nachts oder früh morgens nach dem Aufwachen, aber vor dem Aufstehen gemessen).

Um selbst die Ruheherzfrequenz zu ermitteln, misst Du morgens nach dem Aufwachen Deine Herzfrequenz, d.h. noch im Liegen, ohne vorher aufgestanden zu sein! Halte die Werte in Deinem Lauftagebuch fest. Sollten sich über mehrere Messungen Unterschiede über 10 Schläge pro Minute ergeben, reduziere für ein paar Tage Dein Training, um den Grund zu ermitteln. Wer zu eifrig war, hat vielleicht einen Übertrainingszustand hervorgerufen. Auch Alkohol am Vorabend oder schlechter Schlaf können die Ruheherzfrequenz erhöhen. Wer Schicht arbeitet, hat meist kein konstantes Ruhepulsniveau. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sich mit einer Erhöhung der Ruheherzfrequenz eine Erkältung ankündigen kann. Präventiv kann hier Zink als Immunstabilisator dienen.

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