Was ist uns Menschen allen gemein?

Wir alle streben doch nach Glück und möchten Leid vermeiden. Wir wollen Wohlstand, inneren Frieden, Gesundheit und Freude, was wir in diesem Text als Glück bezeichnen wollen.

Es gibt zwei Wege, die Basis für Glück zu schaffen: Der eine Weg ist, sich äußeres Glück zu bescheren. Die Geschenkeuphorie an Weihnachten passt hier sicherlich gut dazu: Natürlich macht es Freude, ein schönes Geschenk zu bekommen, doch macht dies dauerhaft glücklich? An materiellem Wohlstand, Fortschritt, einem schönen Haus, einem teuren Schlitten in der Garage und einem modisch schicken Anzug können wir uns zwar erfreuen, doch dauerhaftes Glück werden uns diese Dinge nicht bescheren. Materieller Fortschritt löst zwar manches Problem, schafft dafür aber ein Neues. Manche Menschen haben großen Wohlstand errungen, eine gute Erziehung und Bildung genossen, einen hohen sozialen Stand erreicht, aber dennoch weicht das Glück ihnen aus: Sie schlafen schlecht, nehmen Tabletten, haben dauerhaft negativen Stress, trinken zu viel Alkohol und werden krank. Es fehlt ihnen etwas, irgendein Bedürfnis ist nicht befriedigt. Sie sind zwar reich an Gütern, aber wenn etwas in ihrem Herzen fehlt, macht äußeres Glück nicht wirklich glücklich. Äußeres Glück kann nicht lange ohne sein Gegenstück andauern: Das innere Glück.

Es gibt Menschen, die mehr Frieden finden, obwohl sie arm sind und wenig Geld haben, um sich darüber Sorgen zu machen; sie sind ausgeglichen, haben Freude am Leben und ihren inneren Frieden gefunden. Wenn wir geistigen Frieden haben, können wir auch bei Armut und trotz schwierigster Umgebung großes inneres Glück entwickeln. Diese Menschen finden mehr Frieden, sie schlafen nachts gut, machen sich keine Sorgen um die Zukunft, leben ein stressfreies Leben und sind gesund. Nur inneres Glück macht auf Dauer wirklich glücklich.

Können wir diese Entwicklung beeinflussen, die inneres Glück hervorruft?

Es ist die geistige Haltung zu den Dingen im Leben, die wir gezielt beeinflussen können. Ist das Glas halb voll oder halb leer? Sehnen wir uns nach einem größeren Auto und einem schöneren Haus, edleren Klamotten und teuren Schuhen? Oder freuen wir uns an den Dingen, die wir haben? Beobachten wir neidisch unsere Nachbarn und Freunde, die besitzen, was wir gerne hätten? Oder sehen wir, was wir im Leben erreicht haben und macht uns das zufrieden? Sind wir gesund und sorgen dafür, dass wir auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gesund bleiben? Oder schinden wir uns bei der Arbeit, schlafen wenig und stressen uns dazu noch in der Freizeit?
Zu allem hinzu kommt die Unzufriedenheit: Wir wollen mehr und mehr und mehr. Das ist in gewisser Weise wirkliche Armut. Immerzu hungrig und hungrig und hungrig zu sein ohne etwas Zeit zur Zufriedenheit. Warum sind wir nicht zufrieden mit unserer Situation? Warum sind wir hungrig nach mehr Wohlstand? Das ist wirkliche Armut, wenn man ständig nach mehr Materiellem strebt; und wenn das eine gekauft ist, währt die Freude nur kurz, da man bald schon nach dem nächsten strebt. Materieller Wohlstand wird so keinesfalls glücklich machen, er macht uns arm und krank. In der Hektik des modernen Lebens verlieren wir den wirklichen Wert des Menschseins aus den Augen. Manche Menschen verhalten sich wie Automaten: Ist es der Zweck des Menschen, Geld zu verdienen? Das ist vollkommen verkehrt: Der Zweck des Geldverdienens sollte das Glück des Menschen sein, nicht umgekehrt. Wir brauchen zweifelsohne Geld zum Leben, es hilft aber in keiner Weise, wenn wir zu sehr an unserem Wohlstand kleben.

Wie können wir nun Leid vermeiden und wahres Lebensglück finden?

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen der Zeitpunkt, an dem sie Bilanz über das zu Ende gehende Jahr ziehen und sich neue Ziele für das bevorstehende Jahr stecken. Blicke aber nicht nur in die Zukunft, sondern vor allem auch in die Vergangenheit und erfreue Dich an dem, was Du erreicht hast! Schätze die vielen kleinen Dinge, die Dir im vergangenen Jahr Freude bereitet haben, ohne Dich mit anderen zu vergleichen. Sehe die Taten, mit denen Du selbst anderen Menschen eine Freude bereitet und deren Leben einen Wert gegeben hast.
Kümmere Dich um Deine Gesundheit! Treten Krankheit und Schmerzen ein, werden all die materiellen Dinge wertlos. Nach einem Herzinfarkt verschieben sich die Prioritäten und Wertschätzungen auf einen Schlag: Ein großes Haus und ein teures Auto sind auf einmal völlig unwichtig, im Zentrum steht nur noch das Überleben und die Gesundung. War die Arbeit zuvor eine Last, würde der gleiche Mensch jetzt Freude empfinden, wieder zur Arbeit gehen zu können und in ein normales Leben zurückzufinden. Verlieren wir einen lieben Menschen, kann uns nichts Materielles den Verlust ersetzen. Schätze die Zeit, in der Du von Deinen lieben Menschen umgeben bist und nutze sie, ihnen Aufmerksamkeit und Freude zu schenken. Schätze auch Deinen gesunden Körper und schenke ihm Aufmerksamkeit: Gehe achtsam mit ihm um, verarbeite den Stress, den Du ihm zumutest und stärke ihn durch regelmäßiges Training.

Oft liegt aber genau hier das Dilemma: Gingen wir im Kindes- und Jugendalter noch unserem natürlichen uns angeborenen Bewegungsdrang nach, so verlieren viele beim Berufseintritt den Bezug zum Sport und damit zu ihrem Körper. Er muss nur noch funktionieren, im Beruf ist bei vielen ausschließlich Kopfarbeit gefordert. Durch beruflichen Erfolg wird Reichtum angehäuft, ein Häuschen gebaut und ein schönes Auto gekauft. Kinder schenken uns Glück, Freude und Zufriedenheit, fordern aber natürlich auch Zeit und Liebe. Können wir ihnen dies schenken, wenn wir selbst unzufrieden mit uns selbst werden, nur noch auf der Arbeit hängen oder gar schwerkrank werden? Unser Beruf fordert einen Großteil unserer Zeit, hinzu kommen die Familie und unser Haus, der große Garten und die anderen Wohlstandsartikel, die gepflegt werden wollen. Doch bleibt unser Körper auf der Strecke? Schaffe im kommenden Jahr Freiräume für Dich selbst, schenke Deinem Körper Aufmerksamkeit und widme ihm zumindest 2% Deiner 168 Stunden, die Du jede Woche zur Verfügung hast. Trainiere ihn zumindest 3 Stunden pro Woche und gebe ihm die Erholung, die er nach einem stressreichen Arbeitsalltag braucht.

Lerne im kommenden Jahr, wieder besser auf Deinen Körper zu hören.

Signalisiert er Dir, dass Du ihn bis auf die Grenzen belastet hast, indem Du Dich ausgebrannt fühlst, schlecht und wenig schläfst? Gibst Du ihm die Nahrung, die er für seine tägliche Energie braucht, oder füllst Du ihn mit ungesunden Speisen und wertlosem Junk Food? Folterst Du ihn dazu noch nach einem harten Arbeitstag durch ein intensives Training und baust dadurch noch zusätzlich Stress auf?

Der Sport sollte eine Insel der Ruhe, des Gedankenfließens im Flow und der Entspannung sein. Je anstrengender der Arbeitstag oder aber auch die Kinder im häuslichen Alltag waren, desto entspannender sollte die Bewegungseinheit sein. Nur dadurch wirst Du das überschüssige Adrenalin abbauen und wieder neue Energie für Deinen Alltag tanken. Lerne daher, wieder mehr auf Deinen Körper zu hören. Fällt Dir das schwer, weil Du ihn schon lange Zeit nicht mehr beachtet hast, ist ein Pulsmesser ein wertvolles Hilfsmittel: Anhand des Drehzahlmessers siehst Du an diesem objektiven Parameter, wie Dein Körper auf die sportliche Belastung reagiert: Je anstrengender der Alltag war, desto rascher werden die Pulswerte bei Belastung nach oben schnellen. Reduziere in diesen Situationen das Tempo, so dass Du im richtigen Pulsbereich, in dem sich Deine Muskulatur im Sauerstoffüberschuss befindet, trainierst. Leider ist dieser Pulsbereich nur eingeschränkt durch Formeln zu ermitteln, da jeder Organismus unterschiedlichen Gegebenheiten wie Alter, Trainingszustand, unterschiedlichen Blutdruckverhalten sowie genetischen Bedingungen unterliegt. Die sicherste Methode, die richtige Dosierung des „Medikaments Sport“ zu finden, ist die Leistungsdiagnostik, da hier der Stoffwechsel der Muskulatur mittels Laktatmessung und Analyse der Atemgase gemessen wird. Hältst Du Dich im Anschluss der Leistungsdiagnostik an die empfohlenen Werte, so ist jede Minute Deines Trainings sicher und effektiv angelegt wie jeder Euro eines Fonds, der ständig an Wert gewinnt. Zeit ist jedoch kostbarer als Geld, nutze deswegen Deine Lebenszeit und schaffe die Voraussetzungen, diese in Einklang mit Deinem Körper und Geist als wertvolle Freude und Glück schaffende Zeit zu erleben.

In diesem Sinne wünschen wir Dir ein segensreiches neues Jahr 2017 mit Glück, Gesundheit und Zufriedenheit!

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