Soll ein Rentner anders essen als ein Berufstätiger?

Zweifelsohne ändert sich mit zunehmendem Alter so einiges in unserem Körper, was auch das Ernährungsverhalten beeinflusst. Wichtiger Punkt ist, dass der Wassergehalt der Zellen abnimmt, die Haut wird dadurch faltiger, die Elastizität des Bindegewebes und das Durstgefühl nehmen ab. Umso wichtiger wird, dass der Senior trotzdem ausreichend trinkt (mind. 1,5 Liter/Tag) und vor allem bei sportlichen Aktivitäten das Flüssigkeitsdefizit wieder ausgleicht. Ideal ist Wasser.

Da sich im Alter die Anzahl der Geschmacksknospen deutlich verringert, ändern sich auch Geruch und Geschmacksempfindungen, die bei Nahrungsauswahl und Appetit eine wesentliche Rolle spielen. Aufpassen muss der Senior, dass er seine Speisen als Folge davon nicht zu sehr salzt, vor allem wenn der Blutdruck schon erhöhte Werte vorweist. Auch Zahnverluste und schlechtsitzende Prothesen können das Essverhalten negativ beeinflussen, da hier weniger gekaut wird und gleichzeitig weniger gerne faserreiche Lebensmittel (fehlende Ballaststoffe!) gegessen werden.

Verstopfungen sind in Folge davon ein häufiges Thema bei Senioren, zur Beseitigung werden dann häufig abführende Medikamente (Laxantien) genommen, die letztendlich auch wieder einen stärkeren Wasserverlust und somit negativen Einfluss auf den Wasserhaushalt haben. Es gibt kein einfacheres Mittel, Verstopfungen entgegenzuwirken, als die Bewegung: hier wird die Peristaltik (= Darmbewegungen) angeregt. Wenn gleichzeitig zur sportlichen Aktivität noch ausreichend getrunken wird, so hat der Darm fast immer seine normale Funktion.

„Und eine kurze Transitzeit des Speisebreis (also täglicher Stuhlgang) kann auch zu einer Senkung des Risikos beitragen, an Darmkrebs zu erkranken.“*

*Quelle: Bachl, N., Schwartz, W., Zeibig, J.: „Fit ins Alter“ Wien 2006.

Bildquelle: fotolia.com/ Senior holding a watermelon slice © Ljupco Smokovski

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