Hast Du nach dem Sport kaum Hunger oder würdest Du am liebsten den gesamten Kühlschrank plündern? Die Ausprägung Deines Hungergefühls verrät einiges über die vergangene Trainingseinheit: Denn je intensiver die sportliche Aktivität (also je höher die Pulswerte unter Belastung), desto mehr Kohlehydrate werden verbrannt. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel sinkt und es stellt sich Hunger ein. Diesem nachzugehen und zu befriedigen ist mehr als menschlich.

Doch kommst Du so Deinem Ziel, langfristig Gewicht zu verlieren, näher?

Hast Du schon mal überlegt, dass Hunger und Appetit davon abhängen, was Du zuvor in der Trainingseinheit gemacht hast? In einem der letzten Blogartikel haben wir Dir aufgezeigt, wie intensiv sportliche Aktivität auf den Hormonhaushalt wirkt. Hier werden auch einige Hormone ausgeschüttet, die sich auf Hunger und Sättigung auswirken. Genannt sei hier beispielsweise nochmals das Hormon Peptid YY: Dieses Hormon wirkt auf die Hirnregion, die für Appetit und Hunger zuständig ist; es führt dazu, dass wir nach dem Sport weniger Hunger haben und uns nach einer Mahlzeit schneller satt fühlen. Auch der Effekt des Dopamins, die biochemische Vorstufe von Adrenalin und Noradrenalin, ist spannend: Es ist unser Belohnungssystem, der „Motivator“ unseres Körpers. Auch dieses Hormon bestimmt, wann wir Hunger haben. Die Endorphine, die sogenannten Glückshormone, beeinflussen ebenfalls unseren Hunger. Und zuletzt seinen zwei wichtige Hormone für Hunger und Sättigung genannt, das Leptin und Grehlin: Auch deren Konzentrationen wird durch Sport und körperliche Bewegung beeinflusst.

Zur Planung der sportlichen Aktivität und richtigen Mischung des „Hormoncocktails“ können wir Dir nach der Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose handfeste Daten geben. So ist sichergestellt, dass die Mischung passt und Du über die Aktivität nicht vermehrt Deinen Hunger ankurbelst. Wir zeigen Dir, die Trainingseffekte in die Richtung zu steuern, dass Deine Muskulatur lernt, an das Bauchfett zu gehen und langfristig die überschüssigen Depots zu leeren.

Angesichts der aktuellen Fastenzeit noch eine Warnung!

Auf gar keinen Fall solltest Du eigenmächtig eine vermehrte sportliche Aktivität (vor allem als Einsteiger) mit einem Fasten-Programm kombinieren: Wenn Du Deinen Körper auf Entzug setzt, dann wird der Stoffwechsel verlangsamt, um noch Energie für den Notfall übrig zu haben. Es fehlt dann die Energie für die Bewegungseinheiten. Wenn man so etwas macht, muss es fachlich professionell angeleitet und bis ins Detail geplant werden. Denn sonst läuft man Gefahr, dass die Regeneration behindert und verlangsamt wird, wodurch man schnell in´s Übertraining, bei hoher (privater und beruflicher) Belastung gar ins Burn-out gelangen kann. Gleichzeitig wird das Verletzungs- und Überlastungsrisiko deutlich erhöht. Der anfangs vielleicht schnelle Erfolg wird durch eine Phase, wo sich der Körper unter Garantie eine Auszeit aus so einem „harten Strafprogramm“ holt, kompensiert!

Bildquelle: fotolia.com

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