Magen-Darm-Probleme plagen so einige Sportler, sind aber meist nur eine unangenehme Begleiterscheinung; selten verbergen sich dahinter ernsthafte Erkrankungen.

Eher sind sie auf Fehler in der täglichen Ernährung oder bei Belastung zurückzuführen.

Da der Sport zunächst für den Körper mit einer Stress-Reaktion einhergeht (Erhöhung von Adrenalin, damit höhere Herzfrequenz, höherer Blutdruck u.a.), kann der Sport Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Je intensiver oder länger andauernd die Belastung ist, desto häufiger treten die Symptome logischerweise auf, sind also vermehrt unter Wettkampfbelastungen zu finden. Die Durchblutung des Darmes wird unter Belastung um bis zu 80 % heruntergefahren, je intensiver die Belastung, desto mehr. Da verwundert es nicht, dass der ein oder andere empfindliche Bauch hier Beschwerden in Form von Durchfällen oder Bauchkrämpfen machen kann. Verstärkt werden die Beschwerden durch Flüssigkeitsverlust, Hitze und fehlende Akklimatisation wie z.B. in den ersten Tagen eines Urlaubs; wer hier beispielsweise frühmorgens zum Joggen geht, muss vielleicht schon mal hinter die Klippen, um ein dringendes Geschäft zu verrichten. Mechanische Reize wie sie v.a. beim Laufen auftreten, können die Empfindlichkeit verstärken; hier werden die Symptome häufiger beobachtet.

Ursachen für Beschwerden sind oft Ernährungsfehler, v.a. im Wettkampf. Werden hier z.B. zu große Mengen an Kohlenhydraten zugeführt, kommt es zu Bauchkrämpfen und Durchfällen. Sport unmittelbar nach dem Essen kann ebenfalls Probleme machen, v.a. nach fettreichen Speisen, da diese eine deutlich längere Magenverweildauer haben.

Zuletzt sei vor der Einnahme von Aspirin oder Entzündungshemmern wie Diclophenac oder Ibuprofen, wovon sich manche eine bessere Leistungsfähigkeit erwarten, gewarnt:

Typische Nebenwirkungen sind hier Schädigungen der Magen-Darm-Schleimhaut, die von einfachen Verdauungsbeschwerden bis hin zu blutenden Schleimhautgeschwüren reichen können. In Verbindung mit hochintensiven Belastungen wie bei kurzen Wettkämpfen oder umfangreichen Belastungen (Bike-, Skilanglauf- oder gelaufene Marathons) potenziert sich diese Nebenwirkungsrisiko!

Wie funktioniert es richtig?

  • Bereite Dich gut und langfristig auf längere Belastungen vor, das ist die beste Prävention für belastungsbedingte Magen-Darm-Beschwerden.
  • Nehme vor der Belastung nur leicht Verdauliches zu Dir.
  • Achte während Belastung auf eine gute Flüssigkeitszufuhr und führe Kohlenhydrate nur moderat zu, so dass Dein Köper sie auch verwerten kann.
  • Die zugenommen Lebensmittel solltest Du vorher schon im Training ausprobiert haben.

Übrigens: Bei Magen-Darm-Problemen kann die Heidelbeere regulierend wirken, ist also ein gutes Heilmittel!

In diesem Sinne wünscht Dir das Team des Diagnostikzentrums beschwerdefreie Sportstunden!

Bildquelle: fotolia.com

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