Spielt auch die Ernährung in der Laufökonomie eine Rolle?

Zweifelsohne, denn ein gefüllter Magen wird den Laufstil durch eine schlechte Körperhaltung negativ beeinflussen. Kommt dann noch Seitenstechen dazu, ist es vorbei mit einem ökonomischen Laufstil. Der Early-Morning-Nüchtern-Läufer braucht sich darüber sicherlich keine Sorgen machen; aber auch er sollte zumindest nicht ohne ein gewisses Maß an Flüssigkeitszufuhr sorgen (vor dem Loslaufen oder bei längeren Morgenläufen auch währenddessen).

Wie sieht’s mit den Mittags-, Nachmittags- oder Feierabendläufern aus?

Entscheidend ist natürlich, wie lange die letzte Nahrungsaufnahme her ist. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, was der-/diejenige vorher gegessen hat. Waren es schwer verdauliche Nahrungsmittel mit längerer Magenverweildauer? Dies sind insbesondere fettreiche Speisen mit einem Fettanteil über 20 % (Käse, Sahne, fettreiches Fleisch, Wurst, Speck, Soßen, Pommes, Majo). Oder war es eher eine schnell verdauliche Mahlzeit mit geringem Fettanteil wie Kartoffelgerichte (natürlich nicht frittiert), Reis und Nudeln (ohne fette Soße), fettarme Eierspeisen oder auch mageres Fleisch? Damit läuft es sich sicherlich leichter.

Laufökonomie: Wieviel Pause sollte zwischen Mahlzeit & Lauf liegen?

Wenn eine Laufeinheit geplant wird, sollte die letzte Mahlzeit 2-3 Stunden zurückliegen und auf leicht und schnell verdauliche Nahrungsmittel zurückgegriffen werden. Ist eine lockere Einheit im Fettstoffwechselbereich geplant, können diese Ziele unterstützt werden, wenn nach der Mahlzeit nur noch Wasser getrunken wird, da der Körper dann zu Beginn der Laufeinheit schnell in den Fettstoffwechsel kommt. Voraussetzung hierzu ist, dass das Lauftempo passt, also im richtigen Pulsbereich (sprich GA1-Bereich) trainiert wird; dieser kann durch eine Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostik festgelegt werden.

Mehr zum richtigen Training in Sachen Laufökonomie liest du in unserem letzten Blogartikel.

 

 

Bildquelle: Letiha / pixabay (18.6.2018)