E-Bikes und vor allem E-Mountainbikes sind en vogue

Viele haben sich schon eingedeckt und freuen sich auf die elektro-motorisierte Unterstützung am Berg. Die Industrie kommt kaum nach mit der Produktion, und die Radsportläden freuen sich (sofern sie sich denn einen ausreichenden Vorrat zugelegt haben) über gute Umsätze im E-Bike-Bereich.

Doch nicht nur die Händler haben Freude an den E-Bikes, auch wir Sportwissenschaftler und Leistungsdiagnostiker schätzen den Einsatz der Pedelecs oder E-Bikes bei unseren Probanden. Denn zweifelsohne ist es hierzulande im hügeligen Voralpenland nicht einfach, die aus der Stoffwechseldiagnostik empfohlenen Pulsbereiche dann beim klassischen Radeln auch umzusetzen. So fällt es vor allem den weniger Trainierten schwer, zum Grundlagenaufbau ohne Pulsspitzen zu fahren und den angegebenen GA1-Bereich einzuhalten; nicht jedoch mit dem E-Bike: Bei Erreichen der Pulsgrenze wird der E-Motor einfach etwas mehr zugeschalten, und der E-Biker kann seinen Puls problemlos im idealen Bereich halten, eine feine Sache!

E-Bikes mit automatischer Pulskontrolle

Inzwischen gibt es sogar E-Bikes, bei denen die Pulskontrolle automatisch festgelegt werden kann. Die Firma Kalkhoff hat bereits 2013 ein System konstruiert, das die Motorleistung in Abhängigkeit vom Puls des Fahrers reguliert. Es wurde bewusst konzipiert für Untrainierte, Menschen mit koronarer Herzkrankheit sowie Reha-Patienten, die in der Regel nicht auf´s Rad steigen, weil sie an Steigungen schnell an ihre Grenzen kommen. Die Uni Erlangen testete das System sogleich mit einer Studie, an der 25 Übergewichtige teilnahmen. Wie geplant blieb die Herzfrequenz im empfohlenen Korridor, so dass die Teilnehmer gute Trainingseffekte erreichten und somit auch Spaß an der Bewegung auf dem Rad fanden. Viele legten sich gleich nach Ende der Studie ein E-Bike zu.

 

Bildquelle: pixabay.com/ 12.09.2018