Wenn man die Magenverstimmung zum Anlass nimmt zu hinterfragen, wer oder was einem den Magen verstimmt hat, so ist man bereits auf einem guten Weg. Wird der Körper zudem dahingehend unterstützt, dass die Ernährung mehr basisch ausgerichtet wird und man gleichzeitig überlegt, ob vielleicht der viele Kaffee oder Schwarztee sein übriges getan hat, dass sich der Magen meldet oder schnelles hastiges Essen im Stress die Probleme begünstigt hat, so ist man schon einen großen Schritt weiter. Nimmt man das Warnsignal des Körpers wahr und agiert frühzeitig dagegen, so erspart man sich unter Umständen nachfolge Krankheiten wie Magengeschwüre, Reizdarm oder gar einen Burnout.

Die wichtigste Komponente im Immunsystem

Die Ernährung hat natürlich einen wesentlichen Anteil an vielen Prozessen im Körper. Nicht umsonst wird der Darm als die wichtigste Komponente des Immunsystem bezeichnet. Dass die Ernährung die Funktion von Magen und Darm maßgeblich beeinflussen ist naheliegend. Dass die zugeführten Vitamine, Spurenelemente und Mineralien in jegliche Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper eingreifen ist ebenfalls nachvollziehbar. Defizite und Mängel in der Ernährung werden also zügig Schwachstellen im Körper aufdecken und die Symptome dazu begünstigen. Probleme, egal ob körperlicher oder psychischer Art, werden dann schnell offensichtlich.

Nachtschicht für die Leber

Nicht selten werden Probleme mit Alkohol behandelt: Man vergisst sie für einen Moment, und denkt vielleicht noch, dass Bier am Abend oder mehrere Viertele Wein den Schlaf begünstigen. Leider ist aber genau das Gegenteil der Fall. Die Leber hat nächtliche Schwerarbeit, sie sollte einerseits Verdauungsarbeit von der abendlichen Mahlzeit leisten, muss sich jetzt aber erst einmal um die Entgiftung des Körpers und den Abbau des Alkohols kümmern. Der Schlaf wird dadurch flacher und weniger erholsam, mache reagieren sogar mit Durchschlafstörungen.  

Was hilft im Bereich der Ernährung, das Aufflackern von Schwachstellen zu vermeiden?

Natürlich sind es die allgemeinen Empfehlungen, allen voran, ausreichend Wasser zu trinken, so dass die Körpervorgänge und Reparationsprozesse gut funktionieren. Das hilft gegen Kopfschmerz und stärkt gleichzeitig Blase und Nieren. Eine ballaststoffreiche (und eher basisch orientierte) Ernährung unterstützt einen empfindlichen Magen und Darm. Regelmäßiger Verzehr von Jogurt (oder auch Buttermilch) bewahrt die wichtige Bakterienvielfalt im Darm. Kieselsäurehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffeln mit Schale, Haferflocken oder auch Ackerschachtelhalmtee unterstützen die Stabilität der passiven Strukturen und die Gelenkschmiere. Eine magnesiumreiche Ernährung mit Bananen, viel grünem Gemüse oder Nüssen stützt jegliche Muskelfunktion und kann vor Herzrhythmusstörungen bewahren helfen. Oft bringen die kleinen Dinge, die verändert werden, mehr als große Ernährungsumstellungen, die nicht lange gehalten werden können. Stelle Dir also eine Kiste Wasser unter den Schreibtisch, genieße das Mittagsessen in Ruhe, trinke eine Tasse Kaffee weniger und gönne Dir eine Zwischenmahlzeit mit Gemüse und/oder Nüssen. Guten Appetit!