Eine gute Ernährung kann eine Funktionsstörung der Schilddrüse verhindern, sie aber nicht behandeln. Hierbei ist vor allem Jod wichtig, denn das ist der „Treibstoff“ für die Schilddrüse bei der Produktion von Hormonen. Leider haben wir hierzulande Jodmangelgebiet, verwende daher immer jodiertes Speisesalz; zudem solltest Du regelmäßig Seefisch (z.B. Lachs, Schellfisch, Thunfisch etc.) und Meeresfrüchte (Krabben, Garnelen, Muscheln usw.) essen, evtl. auch mal Algen. Nimm diese schilddrüsenfreundlichen Nahrungsmittel mindestens 1x, besser 2x/Woche zu Dir, denn so kannst Du Deinen Jodbedarf über die Ernährung decken. Der Urlaub am Meer tut nicht nur der Seele, sondern auch der Schilddrüse gut, dort ist die Luft schon etwas jodhaltig.

Das braucht deine Schilddrüse außerdem

Eine gesunde Schilddrüse braucht aber nicht nur Jod, sondern auch noch andere Stoffe: Hier sind Selen, Eisen und Vitamin A wichtig. Selen findest Du in tierischem Eiweiß (Fleisch), Pilzen und Nüssen. Eisen findet sich ebenfalls viel in tierischen Lebensmitteln und ist darin auch für den Körper leichter resorbierbar (also aufnehmbar) als pflanzliches. Gute tierische Eisenlieferanten sind Rind und Kalbfleisch, pflanzliche Quellen sind Grüntee, Amaranth, Linsen, Haferflocken und Kartoffel. Ein hochwertiger Vitamin A-Lieferant ist Leberfleisch und Eigelb, es findet sich als Provitamin A aber auch in Karotten, Spinat und Aprikosen.

Verluste schluckweise ausgleichen

Für sportlich aktive Menschen ist es natürlich auch wichtig, ausreichend zu trinken; 2-3 Liter pro Tag wären ideal, zusätzlich ein Liter mehr pro einer Stunde sportlicher Aktivität. Mit vermehrtem Schwitzen und Trinkmenge gehen natürlich auch Mineral- und somit Jodverluste einher, vor allem bei den Ausdauersportlern. Auf keinen Fall sollte aber die Trinkmenge aus Angst vor Jodverlusten eingeschränkt werden. Der Verlust an Jod kann durch eine abwechslungsreiche Ernährung ausgeglichen werden.

Fotocredit: Janeris Marte