Die Arthrose ist vielfach von Gelenkschmerzen begleitet, dies aber nicht immer.

Und genau das hängt viel vom persönlichen Verhalten ab, sprich wie gelenkschonend gehe ich beispielsweise mit meinem betroffenen Gelenk um. Die Ernährung kann bei der Schmerzreduktion einen wesentlichen Beitrag leisten.
Hier helfen gelenkunterstützende Nahrungsmittel: Wichtiger Nährstoff für die Gelenke ist die Kieselsäure. Es hilft aber nicht, haufenweise Nahrungsergänzungsmittel mit Kieselsäure zu schlucken, denn der Nährstoff sollte über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über die Blutbahn auch letztendlich an die Stellen kommen, wo sie benötigt wird; das ist bei den auf dem Markt befindlichen Produkten nur selten gewährleistet.

Wo finden wir die Kieselsäure?

Esse dazu Haferflocken oder Kartoffel mit Schale. Auch der Ackerschachtelhalm wird seit Jahrzehnten von der Naturheilkunde bei Arthrose und Bindegewebeschwächen erfolgreich eingesetzt. Die wirksamen Bestandteile sind gut verwertbare pflanzliche Kieselsäure sowie entzündungsabbauende Polyphenole. Ackerschachtelhalm wirkt aufbauend auf die kollagene Faserbildung und fördert gleichzeitig die Bildung von Knorpelgrundsubstanzen. Ackerschachtelhalm in Form von Tee ist jedoch relativ schwach – zur Gelenkernährung wird deshalb wasserlösliches Ackerschachtelhalm-Konzentrat verwendet.

Entzündungshemmend essen

Für eine unterstützende Wirkung der knorpelaufbauenden Nährstoffe ist eine Ernährung notwendig, die Entzündungen im Körper herunter reguliert. Dies wird erreicht durch einen hohen Verzehr von Salat und Gemüse, besonders Brokkoli und Erbsen. Zusätzlich kann mit Chili und Ingwer gewürzt werden. Personen mit Gelenkbeschwerden sollten darüber hinaus zwei Mal pro Woche Fisch essen, wobei besonders Hering und Makrele empfehlenswert sind. Diese Fische haben das größte entzündungs- und damit schmerzsenkende Potential. Bei Entzündungsprozessen wie der Arthrose ist auch immer eine basische Ernährungsweise vorteilhaft.

Natur pur hilft!

Natürlich hat die Naturheilkunde ebenfalls eine Menge „Mittelchen“ parat: Die Blätter der Brennessel wirken z.B. antientzündlich. Da sie gleichzeitig harntreibend sind, sollte aber auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr über den Tag hinweg (mindestens 2 Liter) geachtet werden. Auch Ingwer hat diese wertvolle antientzündliche Wirkung. Beide können als Tees genossen werden oder als Mahlzeitbestandteile (z.B. Brennesselknödel, Ingwer-Gerichte) dienen. Die Hagebutte punktet durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt, welches die Kollagenbildung zum Erhalt und Wiederaufbau der Knorpelfunktion fördert.

Lass es Dir nun schmecken und wähle dabei Nahrungsbestandteile aus, die Deinen Knorpel schützen. Über das Jahr hinweg empfehlen sich 1-2 Phasen von 1-2 Monaten Dauer, in denen Du Dich um eine gelenk- und knorpelaufbauende Nahrung kümmerst; das ist ein guter Weg, Gelenkbeschwerden auch im höheren Alter zu vermeiden.