Trotz Erkältung wollen einige Sportler weiter trainieren.

Das ist grundsätzlich möglich, aber manchmal nicht sinnvoll, bei Fieber sogar lebensgefährlich. Bei einer Erkältung müssen Sportler nicht komplett pausieren: Leichte Anstrengung ist erlaubt, so lange der Kopf oder die Glieder nicht schmerzen und vor allem die Temperatur nicht erhöht ist! Bewegung an der frischen Luft kann die Genesung unterstützen, solange das Immunsystem nicht geschwächt, sondern gestärkt wird (REKOM-Reize!). Es ist jedoch ratsam, genau auf die Signale des Körpers zu achten.

Erkältungsanzeichen: Verhalten bei einer echten Grippe

Bei einer echten Grippe oder erhöhter Temperatur ist Bettruhe angesagt – auch wenn das Fieber mit Medikamenten unterdrückt wird. Man sollte genauso viele Tage fieberfrei sein wie man krank war. Erst dann kann das Training wieder starten, aber bitte langsam und allmählich! Bei einer Grippe leiden die Betroffenen unter einem starken Krankheitsgefühl mit Fieber, Glieder- und Muskelschmerzen, gelegentlich auch mit Magen- und Darmbeschwerden. Häufig kommt es nach wenigen Tagen zusätzlich zu einer Infektion der Atemwege durch Bakterien. Das kann den Krankheitsverlauf dann erheblich verschlimmern.

Nach der Schonzeit ist es ratsam, schrittweise wieder einzusteigen, zunächst langsamer zu laufen und/oder nur kleinere Runden zu drehen. Eine vitaminreiche Ernährung, viel Flüssigkeit und ausreichend Schlaf sorgen zusätzlich dafür, dass Sportler schnell wieder in Form kommen. Und noch ein wichtiger Aspekt:

Bei einer einwöchigen Krankheit büßt man kaum an Leistungsfähigkeit ein.

Wer grundsätzlich fit ist, kann schnell an alte Erfolge anknüpfen, wenn der Körper vorher ausreichend Zeit hatte, sich zu regenerieren. Daher lieber erholen als überziehen!

Saunieren:
Das Saunieren soll vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten dienen und kann auch bei einigen Erkrankungen als therapeutische Anwendung genutzt werden. Die Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39° C während der Schwitzphase (künstliches Fieber) bewirkt innerhalb des Körpers dasselbe, was auch ein echtes Fieber bewirkt, nämlich eine Zerstörung von Krankheitserregern durch erhöhte Temperatur. Die Abfolge von Hitze mit dem anschließenden Kaltbad entspannt die Muskulatur und hat neben einigen physiologischen Effekten wie der Senkung des Blutdrucks, Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Atmung vor allem auch eine wohltuende Auswirkung auf das subjektive Wohlbefinden.

 

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