Jetzt beginnt wieder die Zeit des Trailrunnings, viele haben nach den Wintermonaten Lust, wieder abseits der Wege zu laufen und neue Laufabenteuer zu suchen. Noch hält sich die Gefahr eines Zeckenbisses in Grenzen, da die „Holzböcke“ im Laub unter dem Schnee überwintern und sich bei Kälte noch keine Wirte suchen. Doch die Temperaturen steigen schon merklich an, und somit vermehrt sich auch die Zahl der wieder aktiven Zecken.

Was tun, auf die reizvollen Trails komplett verzichten?

Das muss jeder Läufer sicherlich selbst für sich entscheiden. Durch den Wald auf befestigten Wirtschaftswegen zu laufen birgt sicherlich keine großartige Gefahr, wenn man nicht an den Sträuchern an Wegesrand streift, denn Zecken lassen sich nicht von Bäumen auf ihren Wirt fallen. Sie befallen einen nur, wenn man barfuß oder leicht bekleidet durch Wiesen oder durch hohes Gras läuft. Sie krabbeln auf Äste oder Blätter von niedrigen Waldsträuchern, aber höchstens 80 cm hoch. Besondere Vorsicht ist an warmen Regentagen geboten, denn Zecken bevorzugen Wärme und Feuchtigkeit. Der Schweiß des Sportlers zieht die Zecken besonders an und macht aktive schwitzende Menschen zu einem beliebten Ziel.

Wenn man einen Traillauf abseits der Wege plant, hilft es schon, sich unterhalb der Hüfte komplett zu kleiden, also eine lange Sporthose zu tragen. Auch Anti-Zeckensprays, die einen für den Menschen unauffälligen, für Zecken aber abwehrenden Duft verströmen, kann diese abhalten. Nach dem Lauf sollte man sich auf de kleinen und nicht leicht zu findenden Tierchen absuchen. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf versteckte Körperregionen wie Achselhöhle, Kniekehle, Bauchnabel, hinten an der Schulter, Nacken und Ohren sowie der Leisten-/Schamgegend legen. Beim Duschen ist es hilfreich, sich mit einem harten Strahl abzubrausen, denn Zecken, die noch nicht zugestochen haben, werden hier einfach abgewaschen. Findet sich eine Zecke, sollte diese möglichst schnell entfernt werden; sie sollte mit einer Pinzette oder einer sogenannten Zeckenkarte hautnah und mit einer leichten Drehbewegung herausgezogen werden. Die Einstichstelle sollte danach desinfiziert und an den darauffolgenden Tagen (bis zu 4 Wochen danach) beobachtet werden, ob sich eine Rötung bildet. Abfotografieren hilft dabei, Änderungen festzuhalten. Bei auftretender Rötung sollte gleich ein Arzt aufgesucht werden, da in diesem Fall eine Antibiotika-Behandlung indiziert sein kann.