Ein altersgerechtes Training sollte im Wesentlichen auf zwei Säulen stehen. Die eine ist die Stärkung der Muskulatur, die andere ein maßgeschneidertes Ausdauertraining. Warum maßgeschneidert? Einerseits geht es hier um die richtige Belastungssteuerung. Die Frage nach der richtigen Intensität (= Pulswerte unter Belastung), nach Häufigkeit (= wie oft die Woche) und Dauer der Einheiten sollten hier beantwortet werden. Und letztendlich geht es um die Wahl der richtigen Ausdauersportart.

Für fast alle frisch mit einem Bewegungstraining beginnende Senioren sind sicherlich alle Formen der Gehbelastung geeignet. Das geht vom Wandern über das flotte Gehen bis zum Walking und Nordic Walking. Grundsätzlich ist zu Beginn auch der Laufsport nicht ausgeschlossen, kommt aber für die meisten Senioren am Anfang einer sportlichen Aktivität zunächst noch nicht in Frage.

An dieser Stelle wollen wir auch eine Lanze für das E-Bike brechen: Gerade unter dem Aspekt, dass es dem Sporteinsteiger anfangs schwer fällt, die richtigen Pulswerte einzuhalten, ist eine Unterstützung durch einen E-Motor beim Radfahren die perfekte Variante. So gelingt es dem Senior, der eine längere Sportpause hinter sich hat und daher an Steigungen schnell außer Atem kommt, den Anstieg doch mit einem Lächeln auf den Lippen zu meistern. Vorsicht ist aber bei der Abfahrt angesagt, denn das E-Bike hat etwa das Doppelte an Gewicht. Das bedeutet, dass die Fahreigenschaften anders als beim herkömmlichen Rad sind. Bremstechniken müssen gelernt sein. Das vermitteln wir unseren Senioren bei unserem „fit bis 100“-Programm.

Auch das Schwimmen bietet für Senioren, die mit einem Bewegungsprogramm beginnen, gute Möglichkeiten. Bei der Schwimmart scheiden sich die Geister. Während Orthopäden meist ausschließlich das Rückenschwimmen empfehlen, geben wir unseren Senioren bei „fit bis 100“ durch eine Technikschulung die Möglichkeit, auch andere Schwimmarten effektiv und der Gesundheit zuträglich zu betreiben.

Und was macht der bewegungswillige Senior im Winter?

Bei „fit bis 100“ gilt die Devise: Nichts wie raus, Vitamin D durch das Sonnenlicht ankurbeln und den Cocktail an Glückshormonen durch Bewegung im Freien mixen. Vermittelt werden hier Sportarten wie Schneeschuhwandern, aber auch Skilanglaufen und bei Interesse und Bedarf auch Skitourengehen.

Die zweite Säule, ein gezieltes Kräftigungsprogramm, darf bei „fit bis 100“ natürlich nicht fehlen. In angeleiteten Stunden werden gezielte Übungen zur Verbesserung des Halte- und Bewegungsapparats vermittelt. Ziel ist es, die Übungen auch regelmäßig zu Hause durchzuführen, um die Muskulatur sowie den Bewegungsapparat fit für den Alltag und die sportlichen Aktivitäten zu machen.