Fakt ist, dass es Leute gibt, die essen können was sie wollen und doch nicht dick werden. Nicht alle dieser „Allesfresser“ bewegen sich auch viel. Deren Insulinproduktion funktioniert schnell und effektiv, das Übermaß an Kohlenhydraten kann zügig abtransportiert und umgewandelt werden. Dann gibt es die Sportler, die sich regelmäßig bewegen und einen aktiven Stoffwechsel haben. Durch die Aktivität sind sie in der Lage, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln und somit eine Umwandlung in Fette und nachfolgende Einlagerung zu vermeiden. Doch nicht selten finden wir in unserer täglichen Arbeit im Diagnostikzentrum auch unter den Sportlern Typen, die trotz hoher Aktivität mit Ihren Pfunden kämpfen. Was machen sie falsch? Und was passiert bei den vielen schwergewichtigen Menschen, die Ihr Gewicht erfolglos zu senken versuchen?

Die Insulinproduktion ist bei vielen Menschen verlangsamt und überschießend, vor allem im fortgeschrittenen Alter. Nach dem (durch das kohlenhydratlastige Mittagsmahl verursachten) Überzucker kommt die Mittagsmüdigkeit mit Konzentrationsschwächen und das Bedürfnis nach einem Mittagsschläfchen. Durch die überschießende Insulinausschüttung und den verstärkten Zuckerabbau naht der Unterzucker, der nach dem Mittagsschlaf Lust auf Kaffee mit Kuchen macht. Und der Zyklus Über- und nachfolgender Unterzucker wiederholt sich dann beim Abendessen, eine Brotzeit, die bei vielen wiederum kohlenhydratlastig ist; so springt die Insulinpumpe erneut an, und der erhöhte Insulinspiegel im Blut sorgt dafür, dass die Fette eingelagert werden.

Bei einer gewünschten Gewichtsabnahme geht es darum, in eine negative Energiebilanz zu kommen.

Einerseits geht dies durch Reduktion der Kalorienaufnahme, die wegen des besseren Sättigungsgefühls bei LOGI meist automatisch eintritt. Andererseits kann der Kalorienverbrauch durch eine sportliche Aktivität erhöht werden. Am besten ist natürlich die Kombination aus beidem.

Bei der sportlichen Aktivität sollte beachtet werden, möglichst im lockeren Grundlagenausdauerbereich zu trainieren, also im GA1-Bereich, der Umfang (= Trainingszeit) sollte hoch gewählt werden. Ziel ist es auch in der Bewegungseinheit, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Denn wenn Du eine hügelige Strecke hast und dort Pulsspitzen setzt, so wird der Kohlenhydratverbrauch angeheizt. Die Gefahr dabei ist, dass Du nach der Trainingseinheit vermehrt Hunger hast und somit die verbrauchte Energiemenge direkt danach wieder in Dich hineinfutterst. Im Extremfall kommst Du bei einem zu hochpulsigen Training mit Heißhunger nach Hause, da wird Dir das Abnehmen und Pfunde-Reduzieren schwer fallen.

Spannend: In einer Pilotstudie wurde festgestellt, dass Kohlenhydrat-Probanden bei einer 50-minütigen moderaten Dauerbelastung nicht annähernd in den Bereich der Fettverbrennung gelangen. Im Gegensatz hierzu zeigen die LOGI-Probanden niedrigere RQ-Werte (= Werte der Atemgasanalyse, Quotient aus Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe), was bedeutet, dass verstärkt die Fette zur Energiegewinnung herangezogen werden. Das bedeutet, dass die Muskulatur sportlich aktiver Menschen, die vor der Einheit keine Kohlenhydrate verzehren, schneller und effektiver in die Fettverbrennung kommt. Nüchtern-Training am Morgen wirkt sich also sehr gut auf Deine Grundlagenausdauer aus, da die aerobe Kapazität hier deutlich gesteigert werden kann. Voraussetzung ist natürlich der richtige Puls unter Belastung

Fazit: Locker, langsam, lange ist das Motto!

Beobachte Deine Pulswerte und halte diese im lockeren und entspannten Grundlagenausdauerbereich (v.a. GA1). Welcher Puls das konkret ist, kannst Du in einer Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose herausfinden.

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