Spätestens als die inzwischen über 80jährige Ruth Radeck aus Kempten bei Günther Jauch in Stern-TV saß, war es in aller Munde: Der Marathon im Rentenalter! Wie schaffen es betagte Leute, eine 42 km lange Strecke per pedes, und das sogar noch überwiegend im Laufschritt, zu machen? Und im selben Atemzug macht sich die Frage breit, ob denn so etwas noch gesund sei.

Zweifelsohne ist der Laufsport sehr gesund für unser Herz-Kreislauf-System, für die Muskulatur und sogar die Gelenke. Letzteres aber nur, wenn die Trainingsplanung stimmt, das Gewicht nicht zu hoch ist und die Ausrüstung – hier insbesondere die Laufschuhe – richtig gewählt werden. Die positiven Effekte des Laufens auf die Gesundheit wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.

Wie sieht es aber nun mit einer Marathonteilnahme aus?

Macht das im Rentenalter noch Sinn? Sieht man die betagten Sportler auf den Seniorenweltmeisterschaften, so ist man mitunter erstaunt, welche Leistungen im Rentenalter noch möglich sind. Nicht selten stellen die rüstigen Rentner jüngere Sportler in den Schatten. Es lohnt sich also, seinen Körper fit zu halten, um im Alter noch Spaß an der Bewegung zu finden. Sicherlich muss es nicht die Marathondistanz als höchstes Ziel sein, denn 42 km am Stück möglichst schnell zu laufen ist nicht gerade der Inbegriff für eine gesunde Belastung. Doch die vielen Läufe, die Senioren durchführen, um sich eben auf diese Distanz vorzubereiten, sind von höchstem gesundheitlichen Wert: sie beugen Alterserscheinungen vor und wirken dem altersbedingten Abfall der Fitness entgegen.

Für die Psyche bietet das Ziel des Marathons einen wichtigen Stellenwert:

Neben dem Erreichen einer solch grandiosen Leistung und dem Stärken des Selbstwerts ist das Laufen an sich eine Erfüllung und Bereicherung. Für Ruth Radeck beispielsweise war das Laufen ein entscheidender Faktor, den Tod Ihres Mannes zu verkraften und neue Energie und Lebensmut zu tanken. Beim Laufen kam sie unter die Leute, sie konnte intensiv die Natur und die Weite draußen genießen und tat beim Laufsport etwas für ihre Seele. „Laufen hat mir immer Auftrieb gegeben“, wird sie in der Allgäuer Zeitung (Artikel vom 14.10.2010) zitiert. Bewegung und Sport können wir daher jedem Senior empfehlen, natürlich angepasst an die Fitness und Leistungsfähigkeit des Einzelnen. Das ist im Rentenalter der entscheidende Faktor für ein gutes Sportprogramm.

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