Bewegung – Die Leistungsdiagnostik speziell für Sporteinsteiger

Was unterscheidet Sporteinsteiger von Sportprofis? Augenscheinlich die Erfahrung, wie und wann trainiert wird, natürlich auch die Trainingsumfänge und -häufigkeiten. Von Interesse ist also vor allem die fehlende Erfahrung von Wiedereinsteigern oder Sportneulingen. Weil meist die Körper- und Trainingserfahrung in der Versenkung verschwunden ist, hat die Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostik besonders für Sporteinsteiger und Wiedereinsteiger einen sehr hohen gesundheitlichen Nutzen. Ganz gleich, ob es um die Fettverbrennung (Stichwort „Abnehmen“) oder um die Verbesserung der körperlichen Fitness geht, eine Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostik garantiert einen richtigen und gesundheitsförderlichen Sporteinstieg. Gleichzeitig können durch diesen Check-up Risiken, die gegen eine sportliche Aktivität sprechen, ausgeschlossen bzw. aufgedeckt werden. Ferner sieht man in der orthopädischen Untersuchung, ob und wie gut der passive Bewegungsapparat auf ein Lauftraining vorbereitet ist und wo man gegebenenfalls aufpassen sollte.

Die Rumpfkraftdiagnostik deckt dann gleichzeitig noch die muskulären Defizite auf, an denen im Nachgang mit gezielten Übungen gearbeitet werden kann. Nach dieser umfangreichen Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostik wird dann ein individuelles ganz auf den einzelnen abgestimmtes Training aufgebaut. Damit gewinnen alle – nur vielleicht der behandelnde Arzt nicht – weil weniger vitale und / oder orthopädische Folgeerkrankungen entstehen!

Die Kompetenz des Verfahrens zeigt sich erst wirklich bei der richtigen Beurteilung der Daten. Hier ist viel Erfahrung und ein gutes sportwissenschaftliches Grundwissen notwendig. Ist dies vorhanden, lassen sich freudvolle Lauf-, Rad- oder Schwimmeinheiten planen und in kürzester Zeit hervorragende Herz-Kreislauf-Werte erlangen. Dafür stehen wir, die Diagnostikzentren, mit der Erfahrung von etlichen tausend Tests, erfolgreich seit mittlerweile fast 20 Jahren.

Tipp: eine Wiederholung der Fitnesswerte ist sinnvoll und hilfreich, denn die Herzfrequenzwerte verändern sich teils deutlich mit zunehmendem Training und verbesserter Fitness. Wir haben ein Beispiel angehängt, um die Veränderung der Werte zu verdeutlichen. In diesem Fall sind die unterschiedlichen Kurven (positive Rechtsverschiebung der Laktatkurve) in nur knapp vier Monaten entstanden. Der Sportler entwickelte sich vom Sprinter- in Richtung eines Ausdauertyps. Dadurch ändern sich natürlich auch die tatsächlichen Intensitäts- und Pulsvorgaben.

Quelle: Diagnostikzentrum Scheidegg

Die Vorbereitungsphase: lockere Grundlageneinheiten

Hinsichtlich der Intensität der Trainingseinheiten ist festzuhalten, dass diese jetzt im Frühjahr im Allgemeinen bei den ersten Einheiten draußen eher lockerer Natur sein sollten, d.h. im aeroben Grundlagenausdauerbereich trainiert werden sollte. Hier bieten sich beim Radfahren beispielsweise lockere Ausfahrten im Flachen/leicht welligen Gelände im GA1-Bereich über mehrere Stunden an. Die Trittfrequenz sollte eher hoch sein, d.h. man kurbelt locker vor sich hin (ca. 80-100 U/min), der Rennradler fährt nur auf dem kleinen Kettenblatt, der Mountainbiker auf dem mittleren. Dadurch wird speziell der bei Langzeitbelastungen wichtige Fettstoffwechsel angesprochen und weiter optimiert. Von Zeit zu Zeit (etwa 1x alle 7-10 Tage) kann man auch eine etwas intensivere Einheit ins Training integrieren, die aber noch im Sauerstoffüberschuss (aerober Bereich) abgehalten werden sollte. Hier bietet sich beispielsweise ein Fahrtspiel (wechselndes Profil und wechselnde Geschwindigkeiten) im GA1-/GA2-Bereich an oder auch eine Tempofahrt im Flachen bei gleichbleibendem Puls im GA2-Bereich.

Auch der Läufer sollte Phasen im Trainingsjahr haben, in denen er sich um den Ausbau seiner aeroben Kapazität kümmert; je länger der Wettkampf ist, desto umfangreicher sollte diese Phase gestaltet werden; der „Long Jogg“ des Halbmarathonis beläuft sich auf 120 min bzw. 18-20 km, der „Long Jogg“ des Marathonis auf 180 min (28-32 km). Ultra-Läufer mit Wettkampfdistanzen von 100 km sind noch länger unterwegs. 6-8 Wochen vor dem Wettkampf arbeitet der Läufer mit schnellen Einheiten an seinem Wettkampftempo, zuvor ist die wichtige Grundlagenphase geschaltet, die auf den Ausbau der aeroben Kapazität zielt – Alles anch dem Motto: „Locker, langsam, lange.“ Daher ist eine Marathontraining auch so gesund.

Im diesem Sinne viel Spaß beim langsamen Laufen,

Bildquelle: pixabay @StockSnap / 23.04.2018