Geistig fit bis ins hohe Alter: Warum bewegen so wichtig ist!

Geistig fit bis ins hohe Alter: Warum bewegen so wichtig ist!

Dr. Peter Heilmeyer, ehemals Leiter der Klinik Überruh (Allgäu) und Vorreiter einer dem Diabetes und der Demenz angepassten Ernährung, beginnt sein Buch1 folgendermaßen: „Entscheidend für die Entstehung von Zivilisationsleiden sind immer Störungen des Stoff-Wechsels. Dieser Vorgang – das Auswechseln von Stoffen – hat eine unglaubliche Dynamik, die wir durch unser Verhalten wesentlich steuern können. Dabei sind Bewegung und besonders auch die Ernährung die wichtigsten Einflussfaktoren.“ Die schöne Botschaft: Wir haben es (zu einem großen Teil) selbst in der Hand, wie und wie schnell wir altern. Warum nutzen so viele Menschen diese große Chance nicht? Weil sie es nicht wissen? Weil sie es nicht glauben? Oder weil sie zu träge sind, es umzusetzen?

Mit unserem Programm „fit bis 100“ wollen wir die Menschen wachrütteln.

Wir wollen ihnen den Weg aufzeigen, wie sie durch ein moderates Bewegungsprogramm, eine gesunde Ernährung und mentaler Stärke fit bis ins hohe Alter bleiben können. Dabei durfte ich, Markus Weber, der Leiter der Diagnostikzentren, bei unseren bisher betreuten Menschen schon zahlreiche atemberaubende Geschichten erleben. Diese musste ich in meinem Buch „fit bis 100 – das Rezept für ein gesundes langes Leben“ niederschreiben. Es sind motivierende Geschichten, die andere (bisher inaktive) Menschen „anzünden“, in Bewegung zu kommen. Das Buch ist als Begleitbuch für unsere laufenden „fit bis 100“-Projekte geschrieben, kann aber auch direkt bei uns bestellt werden.

Zurück zu Alzheimer und Demenz: Genauso wie unsere Muskeln ein regelmäßiges Training brauchen, damit sie nicht verkümmern, so braucht auch unser Gehirn ein Training, um leistungsfähig zu bleiben. Und gleichzeitig benötigt es dazu die richtigen Nährstoffe, das „Benzin für den Motor“, der sich unter der Schädeldecke befindet.

„Nein, der Mensch lebt nicht vom Brot allein, so steht es auch in der Bibel. Er braucht auch geistige Anregung, soziales Miteinander und mentale Herausforderungen, wohl auch Spirituelles. Das belebt ihn, erdet ihn, regt ihn an und schützt ihn auch vor Demenz und geistigem Verfall. Nicht zu vergessen die Bewegung, die körperlich wie geistig fit hält. Ebenso wie ein gesunder Schlaf und ausreichend Tageslicht mit dem vollen Spektrum aller Wellenlängen. Doch wir sollten eben das Richtige essen, um unser Oberstübchen gesund zu halten“1.

Bereits im Kindesalter ist Bewegung für die Gehirnentwicklung elementar.

Über Bewegungsabläufe lernt das junge Gehirn, es entwickeln sich die Verschaltungen im Hirn, denn Bewegungsabläufe sind eng mit einer hohen Aktivität der Neuronen im Gehirn verbunden. Laut Perlmutter2 dachte man noch bis vor Kurzem, dass die Neubildung von Nervenzellen im Hirn nur in der ersten Lebensphase möglich sei. Seit es bildgebende Verfahren für das Gehirn gibt, weiß man, dass die Neuronen immer formbar, unvollendet und veränderlich sind. Das Wachstumshormon für das Gehirn (= BDNF), das eine Schlüsselrolle bei der Neubildung von Neuronen hat, schützt auch die vorhandenen Nervenzellen und fördert die Neuvernetzung. Die gute Botschaft daran: Bewegung und Aktivität, vor allem aerobe sowie koordinativ anspruchsvolle Belastungen, fördern die Bildung von BDNF, das heißt die positiven Wirkungen von sportlicher Aktivität spielen sich direkt im Gehirn ab!

Warum ist für den Mitarbeiter gerade jetzt ein Impuls zur Gesundheit wichtig?

Warum ist für den Mitarbeiter gerade jetzt ein Impuls zur Gesundheit wichtig?

Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung wurden im Frühjahr 2020 hart getroffen. Denn das Augenmerk der Gesundheitsförderung lag bisher nur auf nicht übertragbaren Krankheiten. Es wurden gesundheitsfördernde Maßnahmen zum Abbau von Rückenbeschwerden angesetzt, zum Stressabbau, zur Gewichtsverringerung, zur Kreislauf- und Immunstärkung und vieles mehr. Seit mehr als einem Jahr steht aber ein Virus im Mittelpunkt des Geschehens, an die Stelle von Bewegungsangeboten in Gruppen oder Stressmanagement- sowie Ernährungsseminaren trat Abstandhalten, Distanz und Home-Office.

Was ist in der Zwischenzeit mit den Mitarbeitern passiert?

Viele Menschen im Home-Office klagen über eine verstärkte Inaktivität, die Corona-Kilos sammeln sich um die Hüfte, die Psyche leidet. Wer es nicht schafft, seinen Hintern hoch zu bekommen und nach einem langen stressigen Arbeitstag zu Hause seine Spannung durch eine Bewegungseinheit abzubauen, wird zunehmend unzufriedener. Verschärft wird diese Situation, wenn gleichzeitig die Kinder, denen auch der notwendige Ausgleich fehlt, wegen Home-Scooling zu Hause sind.

Ein paar Betriebe gehen aktuell einen anderen Weg und laden Ihre Mitarbeiter ein, an digitalen Angeboten teilzunehmen.

Natürlich leben die BGF-Maßnahmen in den Betrieben vom gemeinsamen Tun, das sind die „weichen Faktoren“ der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Am Folgetag der Bewegungseinheit sprechen die Teilnehmer über den gemeinsamen Muskelkater, es unterhalten sich Mitarbeiter in den Kursen, die sonst keinen Kontakt haben, es entsteht ein „Wir“-Gefühl. Doch auch digitale Maßnahmen bieten diese Chance. Face-to-face können individuelle Strategien für eine bessere Gesundheit, eine entstressende Lebensführung sowie Strategien für den inneren Schweinehund entwickelt werden. So wird die Eigenverantwortung gestärkt.

Das Konzept der Diagnostikzentren zur Betrieblichen Gesundheitsförderung ist seit Anfang an „corona-konform“.

Die sportmedizinische Diagnostik wird unter den aktuellen Sicherheitsbestimmungen durchgeführt. Danach bekommt der Mitarbeiter einen auf seine Situation zugeschnittenen Trainingsplan, den er dann selbständig abarbeiten kann, unter monatlicher Kontrolle durch Sportwissenschaftler. Grundsätzliches Ziel ist es, die Eigenverantwortung des Mitarbeiters über den Betreuungszeitraum herauszubilden. In dieses Konzept können Online-Kurse zur persönlichen Anleitung des Mitarbeiters eingeflochten werden.

Dem nicht genug: Wir konnten einen starken Partner für die digitale Erweiterung unseres Portfolios gewinnen. Es ist eine digitale Dienstleistung, die eine nur niedrige Einstiegsschwelle für die Mitarbeiter darstellt. Da die Maßnahme nicht individualisiert ist, sind die Einstiegskosten für den Betrieb im Vergleich zur individuellen Betreuung mit den Konzepten der Diagnostikzentren niedrig.

Neugierig geworden? Wir stellen dieses Digital-Konzept und die – auch zu Corona-Zeiten – vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Betrieblichen Gesundheitsförderung im Mai auf einem Digital-Workshop vor.

Fordere unter info@diagnostikzentrum-scheidegg.de den Einwahlcode an. Wir freuen uns auf Deine Teilnahme.

Abnehmen ist komplex

Abnehmen ist komplex

Viele Menschen kämpfen durch die Lethargie der vergangenen Zeit mit überschüssigen Pfunden. Im Frühjahr fällt es den meisten leichter, Pfunde zu verlieren und aktiv zu werden. Man legt sozusagen seinen Wintermantel inform einer dicken Schicht an Unterhautfettgewebe ab. Wenn es nur so einfach wäre. Abnehmen ist ein komplexer Prozess, zudem es gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, Gewicht zu verlieren. Eine frohe Botschaft? Sicherlich ja, denn Du hast für eine Gewichtsabnahme viele Optionen. Wähle die richtigen Optionen, und Du wirst Dein Wunschgewicht erreichen. Mache zunächst eine Standortbestimmung und rechne Deinen Body-Mass-Index (BMI) aus: Hier wird das Körpergewicht (in kg) durch die Körpergröße (in Meter) zum Quadrat genommen. Liegt dieser zwischen 19 und 25, gilt man als normalgewichtig. Zwischen 25 und 30 liegt ein Übergewicht vor, darüber eine Fettleibigkeit, in Medizinerkreisen als Adipositas bezeichnet.

Mindestens so gute Indikatoren wie Körpergewicht und BMI sind Hüft- und Bauchumfang und deren Verhältnis. Das Bauchfett gilt als weitaus gefährlicher als jedes andere Fettgewebe: Denn „Bauchfettzellen produzieren Hormone und andere Substanzen, die sich negativ auf Fettstoffwechsel, Blutdruck und Blutgerinnung auswirken. Außerdem sondern sie Substanzen ab, die Entzündungsprozesse in den Blutgefäßen und die Entstehung von Arteriosklerose (= Gefäßverkalkung) begünstigen2.“

Doch der BMI verrät nicht alles, da er lediglich eine quantitative Aussage liefert. Besser ist eine Körperfettanalyse, weil man hier erfährt, wie die qualitative Verteilung ist. Ein Kraftsportler kann beispielsweise einen erhöhten BMI haben, das Gewicht machen aber vor allem seine Muskeln aus, was gesund ist. Ein nach BMI normalgewichtiger unsportlicher Mensch hingegen kann aufgrund fehlender Muskelmasse auch einen erhöhten Körperfettanteil aufweisen; er hat somit die ungünstigere Prognose für ein langes und vor allem gesundes Leben.

Unser Tipp:

Messe Deinen Bauchumfang: Wenn dieser bei Frauen über 88 cm und bei Männern über 102 cm liegt, ist Handlungsbedarf angesagt.

„Um ein Kilo zu verlieren (das entspricht etwa einem Zentimeter Bauchumfang), müssen Sie ungefähr 7.000 kcal mehr verbrennen, als Sie zu sich nehmen“, sagt Anders. Und genau hier liegt die Krux: Ist man in zu hohen Pulsbereichen unterwegs, hat man mühsam seine (je nach Bewegungstempo und Zeitdauer) angenommen 500 kcal heruntergestrampelt oder gelaufen. Doch nachdem vorwiegend Kohlenhydrate „verfeuert“ wurden, ist der Blutzuckerspiegel gesunken; das ist ein Alarmsignal für den Körper, auf das er mit Hunger reagiert. Die Folge: Nach der mühsamen Trainingseinheit wird der Kühlschrank geplündert, um das unangenehme Hungergefühl zu stillen. Die verlorenen 500 kcal werden mit bei großem Hunger mit 800, 1.000 oder gar mehr kcal kompensiert.

Unser Fazit für ein erfolgreiches Abnehmen: Lege Dein Abnehmprogramm langfristig an. Toleriere anfangs durch Muskelaufbau auch eine Gewichtszunahme. Ein anschließender Gewichtsverlust von einem halben Kilo pro Woche ist völlig ausreichend. Kontrolliere Dein Gewicht maximal 1x/Woche und lege den Fokus mehr auf den Bauchumfang. Für die Planung eines effektiven Programms zum Gewichtsverlust stehen wir Dir gerne mit unserem Wissen und unserer Erfahrung zur Seite, denn mit der Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose bekommen wir Daten über Deinen Körper, wie man diesen anpacken muss, damit er sein Brennstoffdepot leert. Das Fazit von Anders: „Brauche ich einen Trainingsplan? Ja, unbedingt! So gibt´s keine Ausreden und es ist sichergestellt, dass Sie sich weder über- noch unterfordern.“

CAVE bei COVID wegen Herzmuskelentzündung

CAVE bei COVID wegen Herzmuskelentzündung

Mit einer sogenannten Myokarditis ist nicht zu spaßen: Es sollte generell nach eine Fieberphase, egal ob durch COVID oder andere Erkrankungen, eine mindestens 14-tägige Sportpause nach Abklingen des Fiebers gesetzt werden. Denn steigt man nach so einer Krankheitsphase zu schnell wieder ein, kann dies lebensgefährlich sein. Eine unerkannte Herzmuskelentzündung ist die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod, nicht nur bei Leistungssportlern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte erst einen Monat nach Abklingen der Symptome wieder sportlich aktiv werden. Beginne zum Ende dieser Phase zunächst mit lockeren Einheiten im REKOM-Bereich.

Eishockeyprofi Janik Möser von den Wolfsburger Grizzlys hat es am eigenen Leib erfahren: Er hatte eine Herzmuskelentzündung, die auf seine Infektion mit Sars-CoV-2 im Oktober 2020 zurückgeführt wird. Er fühlte sich nach überstandener Erkrankung wieder fit, doch sein Belastungs-EKG zeigte Ausschläge, die dem Medizinier nicht gefielen. Diagnose: Myokarditis und zunächst Sportverbot. Wäre dies nicht entdeckt worden, wäre es beim nächsten Spiel auf dem Eis gefährlich geworden.

Professor Martin Halle, der Leiter der Sportmedizin in München, formuliert es so: „Bei der Lunge merken Sie, wenn etwas nicht stimmt. Sie husten oder haben Atemnot. Das Herz spüren Sie nicht. Gerade bei Jüngeren, auch bei Sportlern, ist das eine große Gefahr. Sie spüren nicht, dass das Herz ein Problem hat und trainieren einfach weiter“1. Professor Jürgen Scharhag, österreichischer Leiter des Instituts für Sportmedizin, geht noch weiter: „Mittlerweile wissen wir Mediziner, dass das neue Coronavirus SARS-CoV-2 nicht nur die Lunge angreift, sondern dem gesamten Organismus schwer zusetzen und sogar zu einem Multiorganversagen führen kann. Eine wesentliche Ursache scheint zu sein, dass Covid-19 eine Entzündung der Blutgefäße verursachen kann“.

Einstimmig wird daher empfohlen, auch nach mildem oder gar symptomfreiem COVID-Verlauf eine Sporttauglichkeitsprüfung erstellen zu lassen, um Risiken durch ein zu frühes Training zu vermeiden.

Hier liegt der Fokus vor allem darauf, ob noch Entzündungszeichen vorliegen. „Intensive sportliche Belastungen während einer Entzündung können schwerwiegende Folgen haben, bis zum Herzstillstand oder plötzlichen Herztod“, so Professor Halle weiter. „Aus Erfahrungen mit anderen Infekten wie der Grippe (Influenza) wissen wir: Wenn man sich nicht gründlich auskuriert, kann das Virus schneller und tiefer in die Atemwege eindringen, sich dort stärker reproduzieren und massiven Schaden anrichten“1.

In unserem Angebotspaket der Großen Diagnostik bekommst Du alle relevanten Teiluntersuchungen, die für die Abklärung und für eine Sport-Tauglichkeit nach COVID-Erkrankung wichtig sind, angefangen von einer ausführlichen medizinischen Anamnese durch unsere Ärzte über Ruhe- und Belastungs-EKG sowie ein umfangreiches Blutprofil mit Entzündungsparametern. Zudem wird die Lunge in einer Ruhe-Spirometrie sowie der Atemgasanalyse unter Belastung (Spiroergometrie) ausgiebig untersucht. Gleichzeitig können wir Dir durch die Ergebnisse aus der Stoffwechseldiagnostik sagen, wie Du den Wiedereinstieg nach Erkrankung und vollständiger Genesung steuerst, um zügig wieder an die frühere Leistungsfähigkeit anknüpfen zu können. Gerne kannst Du Dich dazu im Vorfeld von uns beraten lassen.

Der digitale Weg zu mehr Aktivität

Der digitale Weg zu mehr Aktivität

Wie viele Menschen gibt es, die sich zum Jahreswechsel vornehmen, wieder mehr in die Aktivität zu kommen? Günther ist einer davon: Mit guten Silvestervorsätzen im Kopf schnallt er sich gleich am Neujahrstag die Sportschuhe an und macht sich emsig auf den Weg in den nahegelegenen Wald. Schon an der Waldgrenze merkt er, dass seine Fitness über die Zeit der Inaktivität deutlich nachgelassen hat. Das Joggen bringt ihn inzwischen schnell außer Puste. Was für eine Schande! Hoffentlich ist Nachbar Gerd noch nicht unterwegs. Sonst würde der sehen, dass Günther Gehpausen einlegen muss. Nach drei Minuten Gehen und Verschnaufen wagt Günther den zweiten Jogging-versuch. Sein Knie hat sich auch schon mal besser angefühlt …

Beachte die 48-Stunden Regel!

Günther war zumindest einer, der seine Silvestervorsätze gleich am nächsten Tag umgesetzt hat. Er hat seinen inneren Schweinehund nach der 48-h-Regel überlistet. Dauert die Umsetzung Deines Vorhabens (dabei ist es egal, was Du Dir vorgenommen hast) länger als zwei Tage, so ist die Wahrscheinlichkeit, es tatsächlich noch zu verwirklichen, äußerst gering; dann kann sich der innere Schweinehund schon mal entspannt zurücklegen.

Wir wollen genau diesen Menschen helfen! Denn es gibt so viele da draußen, die ein oder gar mehrere gute Motive haben, sich zu bewegen und damit ihre Gesundheit zu fördern. Es gibt aber im Gegenzug so unglaublich viele, die es nicht schaffen, Ihr Vorhaben dauerhaft umzusetzen! Manche sind sogar mehrere Monate aktiv, werden aber dann durch ein Problem wieder aus diesem regelmäßigen Trainingsprozess herausgeworfen. Solche Unterbrechungen sind normal und können von vielfältigem Charakter sein: Der eine hat ein gesundheitliches Problem (Erkältung, Knieschmerzen, …), der andere ein zeitliches (viel Arbeit, zu spät Feierabend für die Sporteinheit, Keller aufräumen, …), der dritte ein motivationales (das Wetter war schlecht, der Reißverschluss der Jacke klemmte, …).

Die Trickkiste des Schweinehunds ist vielfältig.

Jetzt wäre professionelle Hilfe wichtig, um wieder in die Aktivität zu kommen. In unserer täglichen Arbeit kennen wir die Hürden und Fallstricke, die ein sportlicher Alltag mit sich bringt. Vor allem den psychosomatischen Patienten unserer Kooperationsklinik, den Panorama Fachkliniken in Scheidegg, fällt es häufig schwer, die während des stationären Aufenthalts entwickelten Bewegungsvorsätze im Alltag zu Hause in die Tat umzusetzen. Wir unterstützen unsere Patienten durch die Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose und geben Ihnen einen auf deren Situation zugeschnittenen Bewegungsvorschlag über die drei ersten Monate nach dem Klinikaufenthalt. Darin enthalten sind die passenden Pulswerte für ein effektives Fettstoffwechseltraining, die Länge und Häufigkeit der Einheiten sowie die richtigen Gymnastik-Übungen, um die beim Test aufgedeckten muskulären Defizite auszugleichen.

Da wir nach Ende dieses Trainingsplans aktiv Kontakt zu unseren Probanden aufnehmen, wissen wir, dass es des Öfteren passiert, dass die Menschen – wieder gefangen in ihrem Alltag – ihre guten Vorsätze nicht umgesetzt haben. Dem wollen wir zukünftig professionell Abhilfe schaffen: Daher haben wir zusammen mit Dr. Wolfgang Wiebecke das „fit bis 100“-Online-Programm entwickelt. Einen Einblick in diesen 26 Wochen dauernden Digital-Kurs bekommst Du auf unserer Homepage www.diediagnostikzentren.de/fitbis100. Wir freuen uns auf Deinen Besuch.

Ist ein hoher Puls gefährlich?

Ist ein hoher Puls gefährlich?

Bin ich eine Hochpulserin?

In unserer täglichen Arbeit als Leistungsdiagnostiker ist ein zentrales Thema der Puls, sei es in Ruhe oder unter Belastung. Zunächst zum Ruhepuls: Sinnvollerweise wird dieser auch in absoluter Ruhe gemessen, um aussagekräftige Werte zu haben. Ein guter Zeitpunkt ist morgens nüchtern vor dem Aufstehen. Messe den Ruhepuls eine Woche lang am Morgen und bilde den Durchschnittswert. Grundsätzlich weist ein niedriges Ruhepulsniveau auf einen guten Trainingszustand hin, es ist aber auch genetisch beeinflusst, zudem können Medikamente den Puls beeinflussen. Wenn Du eines Morgens Abweichungen von Deinem gewöhnlichen (über eine Woche ermittelten) Ruhepulsniveau feststellst, solltest Du vorsichtig sein, wenn Du sportlich aktiv werden möchtest: Es kann ein Infekt dahinterstecken, den Du womöglich noch gar nicht durch eine schniefende Nase oder kratzenden Hals bemerkst; aber Dein Immunsystem arbeitet schon auf Hochtouren, was einen höheren Puls nach sich zieht (z.B. eine Abweichung von 10-15 S/min nach oben).

Hohe Ruhepulsniveaus können durch unterschiedliche Faktoren bedingt sein. Kläre für Dich, ob Du unter Dauerstress stehst, Deine Anspannung nicht los wirst, schlecht geschlafen hast, wenig Flüssigkeit trinkst (oder auch zu viel Alkohol), sonst auch ungesund lebst und Dich zu wenig bewegst. Auch Ängste und andere psychische Belastungen können hinter einer Hochpulsigkeit stecken.

Ein niedriger Blutdruck kann dabei eine Hochpulsigkeit begünstigen

Sollest Du Ruheblutdruckwerte von beispielsweise 90/50 mmHg haben und vom Liegen oder Sitzen schnell aufstehen, so schießt Dein Puls wahrscheinlich raketenartig nach oben, da Dein tiefer Blutdruck zu langsam reagiert und Dein Körper somit über den hohen Puls versucht, den Kreislauf stabil zu halten, damit Dir nicht schwindlig wird oder schwarz vor Augen.

Unter Belastung sehen wir in unserer Arbeit als Diagnostiker nicht selten hohe Herzfrequenzen, vor allem bei schlanken Frauen mit niedrigem Blutdruck. Wenn sie auf das Laufband oder Fahrradergometer steigen, sind die Pulswerte oft schon im dreistelligen Bereich. Und wenn es mit der Belastungstestung losgeht, sind sie schnell bei 140-160 S/min. Das ist zunächst nicht bedenklich (auch wenn sich die Probanden gerne Sorgen darüber machen), aber wir sehen am Verlauf der Laktatwerte und der Atemgase, ob die Muskulatur in den hohen Pulsbereichen noch im aeroben Stoffwechsel, also im Sauerstoffüberschuss ist und somit im gesunden Bereich arbeitet. Und das ist der entscheidende Faktor: Denn wenn der Stoffwechsel der Muskulatur noch nicht an der Grenze zum anaeroben Bereich (= Kohlenhydratstoffwechsel) ist, so sind auch die hohen Pulswerte (die gerne mal bei 170/180 S/min liegen können) unbedenklich und können auch im nachfolgenden Training angesteuert werden.

Zurück zum Ruhepuls: Grundsätzlich sind hohe Pulswerte in Ruhe nicht gefährlich (im Gegensatz zum hohen Blutdruck) und meist nur ein Symptom. Sie sollten aber beobachtet werden. Denn wenn Dein Herz in Ruhe anstatt 60 S/min eine Arbeit von 90 S/min machen muss, dann sind das täglich 43.200 Schläge mehr als beim „Normalpulser“ und 72.000 Schläge mehr als bei einem gut Trainierten, der einen Ruhepuls von 40 S/min erreicht. Auf das Jahr gerechnet kann hier ein Unterscheid von 25.000.000 Millionen Schläge zusammenkommen, eine beachtliche Menge. Wir wollen Dich nicht beunruhigen, denn das Herz hat nicht eine maximale Schlagzahl, an dem es seinen Dienst quittiert, genauso wie der Motor eines Autos: Manche haben bei 300.000 Kilometer Fahrleistung schon einen Motorschaden, andere fahren Ihre Autos gut und gerne 900.000 Kilometer, v.a. wenn sie schonend fahren und den Ölwechsel rechtzeitig machen.

Und genau das ist der wichtigere Faktor: Gehe schonend mit Deinem Herz um und pflege es! Wir wollen Dich motivieren, Dich um die Bedürfnisse Deines Herzens zu kümmern: Das beginnt mit der richtigen Flüssigkeitszufuhr (siehe dazu auch den Absatz Trinkmenge und Hochpulser). Dein Herz ist zudem ein unermüdlicher Arbeitsmuskel, und Dein Herz will Arbeit haben: Bewege Dich also regelmäßig, um es zu fordern, aber nicht zu überfordern! Und hier ist wiederum der entscheidende Faktor, mit welchem Puls Du beim Joggen, Radfahren, Schwimmen oder sonstigen Aktivitäten unterwegs bist.

 

Was optimal ist, können wir in einer Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose für Dich herausfinden.