Low Carb für sportlich aktive Menschen

Low Carb für sportlich aktive Menschen

Fakt ist, dass es Leute gibt, die essen können was sie wollen und doch nicht dick werden. Nicht alle dieser „Allesfresser“ bewegen sich auch viel. Deren Insulinproduktion funktioniert schnell und effektiv, das Übermaß an Kohlenhydraten kann zügig abtransportiert und umgewandelt werden. Dann gibt es die Sportler, die sich regelmäßig bewegen und einen aktiven Stoffwechsel haben. Durch die Aktivität sind sie in der Lage, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln und somit eine Umwandlung in Fette und nachfolgende Einlagerung zu vermeiden. Doch nicht selten finden wir in unserer täglichen Arbeit im Diagnostikzentrum auch unter den Sportlern Typen, die trotz hoher Aktivität mit Ihren Pfunden kämpfen. Was machen sie falsch? Und was passiert bei den vielen schwergewichtigen Menschen, die Ihr Gewicht erfolglos zu senken versuchen?

Die Insulinproduktion ist bei vielen Menschen verlangsamt und überschießend, vor allem im fortgeschrittenen Alter. Nach dem (durch das kohlenhydratlastige Mittagsmahl verursachten) Überzucker kommt die Mittagsmüdigkeit mit Konzentrationsschwächen und das Bedürfnis nach einem Mittagsschläfchen. Durch die überschießende Insulinausschüttung und den verstärkten Zuckerabbau naht der Unterzucker, der nach dem Mittagsschlaf Lust auf Kaffee mit Kuchen macht. Und der Zyklus Über- und nachfolgender Unterzucker wiederholt sich dann beim Abendessen, eine Brotzeit, die bei vielen wiederum kohlenhydratlastig ist; so springt die Insulinpumpe erneut an, und der erhöhte Insulinspiegel im Blut sorgt dafür, dass die Fette eingelagert werden.

Bei einer gewünschten Gewichtsabnahme geht es darum, in eine negative Energiebilanz zu kommen.

Einerseits geht dies durch Reduktion der Kalorienaufnahme, die wegen des besseren Sättigungsgefühls bei LOGI meist automatisch eintritt. Andererseits kann der Kalorienverbrauch durch eine sportliche Aktivität erhöht werden. Am besten ist natürlich die Kombination aus beidem.

Bei der sportlichen Aktivität sollte beachtet werden, möglichst im lockeren Grundlagenausdauerbereich zu trainieren, also im GA1-Bereich, der Umfang (= Trainingszeit) sollte hoch gewählt werden. Ziel ist es auch in der Bewegungseinheit, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Denn wenn Du eine hügelige Strecke hast und dort Pulsspitzen setzt, so wird der Kohlenhydratverbrauch angeheizt. Die Gefahr dabei ist, dass Du nach der Trainingseinheit vermehrt Hunger hast und somit die verbrauchte Energiemenge direkt danach wieder in Dich hineinfutterst. Im Extremfall kommst Du bei einem zu hochpulsigen Training mit Heißhunger nach Hause, da wird Dir das Abnehmen und Pfunde-Reduzieren schwer fallen.

Spannend: In einer Pilotstudie wurde festgestellt, dass Kohlenhydrat-Probanden bei einer 50-minütigen moderaten Dauerbelastung nicht annähernd in den Bereich der Fettverbrennung gelangen. Im Gegensatz hierzu zeigen die LOGI-Probanden niedrigere RQ-Werte (= Werte der Atemgasanalyse, Quotient aus Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe), was bedeutet, dass verstärkt die Fette zur Energiegewinnung herangezogen werden. Das bedeutet, dass die Muskulatur sportlich aktiver Menschen, die vor der Einheit keine Kohlenhydrate verzehren, schneller und effektiver in die Fettverbrennung kommt. Nüchtern-Training am Morgen wirkt sich also sehr gut auf Deine Grundlagenausdauer aus, da die aerobe Kapazität hier deutlich gesteigert werden kann. Voraussetzung ist natürlich der richtige Puls unter Belastung

Fazit: Locker, langsam, lange ist das Motto!

Beobachte Deine Pulswerte und halte diese im lockeren und entspannten Grundlagenausdauerbereich (v.a. GA1). Welcher Puls das konkret ist, kannst Du in einer Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose herausfinden.

Das Medikament Bewegung zur Behandlung des Diabetes

Das Medikament Bewegung zur Behandlung des Diabetes

Neben einer ungesunden Ernährung ist zu wenig Bewegung eine der Hauptursachen für den Typ-2-Diabetes.

Eine gesunde körperliche Aktivität senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern verbessert in erheblichem Maße die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Da dieser Effekt nach kurzer Zeit wieder nachlässt, ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen, um einen dauerhaften Effekt zu erreichen.

Doch wie viel Bewegung ist vonnöten, um nachweisbare Effekte zu erzielen?

Und welche Bewegung ist hilfreich, um dem Diabetes davonlaufen zu können? Die Dosierung des „Medikaments Bewegung“ spielt eine entscheidende Rolle. Dazu gleich eine erfreuliche Botschaft: Es muss und vor allem es darf nicht so anstrengend sein, wie viele denken. Denn Belastungen im aeroben Bereich, also einem Trainingsbereich, in dem Fette verstoffwechselt werden, ist bei der Entwicklung einer starken Gesundheit und zur Behandlung des Diabetes ideal. Das Bewegungsprogramm steht dabei auf den beiden Säulen Ausdauer und Kraft.

Im Juli beginnen wir damit, eine Gruppe an Diabetikern (Typ II) über ein Jahr lang zu betreuen. Gleich am Anfang starten wir mit einer sportmedizinischen Untersuchung und Stoffwechseldiagnose, um einerseits die Gesundheit der Teilnehmer zu überprüfen und die aktuelle Fitness zu erfassen. Viel wichtiger ist dabei, dass wir nach der Untersuchung anhand der Stoffwechseldaten das Bewegungsprogramm auf den jeweiligen Teilnehmer punktgenau abstimmen. Was der Einzelne in seiner speziellen Situation umsetzen kann, wird in monatlichen Trainingsplänen zusammen mit dem Teilnehmer erarbeitet, festgelegt und regelmäßig angepasst. Nach einem halben Jahr erfolgt eine erneute Kontrolle mittels sportmedizinischer Untersuchung und Stoffwechseldiagnose, um die Erfolge zu erfassen und das weitere Bewegungsprogramm zu planen.

Wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse unseres Projekts!

Wie Dr. Peter Heilmeyer in seiner langjährigen Erfahrung, die er in unserem Projekt einbringt, erwarten wir deutlich verbesserte körperliche Parameter, insbesondere der Blutfettwerte (Triglyceride und Cholesterin), eine Senkung des Körpergewichts und eine Reduktion der Medikamente. Spannend werden sicherlich auch die Effekte auf den Grundumsatz: Denn muskuläres Training steigert den Grundumsatz, der langfristig zu einem niedrigeren Körpergewicht und besseren Gesundheit führt. So wird dem Teilnehmer ersichtlich, dass viele Diäten (mit der sich viele in der Vergangenheit schon durchgeschlagen haben) unnötig und sinnlos sind, da diese den Grundumsatz senken und somit zum gefürchteten Jojo-Effekt führen. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Menschen durch Diäten langfristig an Gewicht zulegen. Durch ein gutes auf die aktuelle Fitness abgestimmtes Bewegungsprogramm gehen wir den umgekehrten Weg.

Demenz und Alzheimer – Welche Bewegung / Aktivität hilft?

Demenz und Alzheimer – Welche Bewegung / Aktivität hilft?

Dass Bewegung und Aktivität die Hirnleistung fördern, ist allseits bekannt und wissenschaftlich vielfach belegt. Und jeder weiß aus seinem Alltag, dass er konzentrierter an die Arbeit geht, wenn er mittags einen Spaziergang an der frischen Luft gemacht hat.

Die Forschung konzentriert sich seit vielen Jahren darauf, inwiefern Bewegung und Sport auch den Mechanismen des geistigen Verfalls – Alzheimer und Demenz – entgegenwirken kann. 

In der MoCog-Studie von Eichberg3 zeigten sich beispielsweise Verbesserungen im Kurzzeitgedächtnis. Die Aufmerksamkeitsleistung und das Arbeitsgedächtnis von Alzheimer-Patienten waren signifikant höher. Trainiert wurde in dieser Studie dreimal die Woche zu je 60 Minuten, es gab eine Ausdauer- und eine Kraftsportgruppe sowie eine Kontrollgruppe ohne Sport. In der Ausdauersportgruppe zeigten sich Verbesserungen eher in der geistigen Flexibilität (etwa Zahlenverbindungen), in der Kraftsportgruppe mehr im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses (zum Beispiel die Fähigkeit, sich an Wegpunkte zu erinnern).

Eine weitere wegweisende Studie zur Effektivität der Bewegung für den Gedächtnisverlust in Kombination mit einer gesunden Ernährung wurde im März 2015 in der renommierten Medizinzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht: An der finnischen Studie4 nahmen 1.260 Menschen im Alter von 60 bis 77 Jahren teil. Die Kernbotschaft des Forscherteams lautete: Mit viel Sport und einer gesunden Ernährung lässt sich der Gedächtnisverlust aufhalten – und zwar mindestens so effektiv wie durch Medikamente und ohne Nebenwirkungen, wenn der Sport maßvoll betrieben wurde. Die Ergebnisse nach zwei Jahren Studiendauer: Im Vergleich zu den Senioren in der Kontrollgruppe, die ihren Lebensstil weitgehend beibehielten, verbesserte sich die allgemeine mentale Verfassung der Interventionsgruppe – also derjenigen, die sich gesünder ernährten und mehr bewegten – um satte 25 Prozent. Dem nicht genug, es gab noch bedeutend größere Unterschiede: Die Fähigkeit der aktiven Probanden, Gedanken folgerichtig zu ordnen, waren um 83 Prozent gestiegen, die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns sogar um sage und schreibe 150 Prozent! Wenn das nicht Mut macht, bei nachlassender Gehirnfunktion aktiv zu werden!

Aus Seattle stammt eine weitere Langzeitstudie mit mehr als 1.700 Teilnehmern, deren Alter über 65 Jahre lag. Sie zeigte ebenfalls, dass sportliche Bewegung das Risiko für eine Demenz erheblich senken kann. Die Menschen, die weniger als dreimal in der Woche sportlich aktiv waren, erkrankten in den folgenden sechs Jahren zu 38 Prozent mehr an Demenz als diejenigen, die sich dreimal in der Woche und mehr bewegten. Es zeigt sich somit erneut, wie wichtig Bewegung und körperliche Aktivität für die Gesundheit von Körper, Geist und Seele sind. Es lohnt sich, bereits im Vorfeld aktiv zu sein!

Spannend wird es beim Thema Tanzen und Demenz: Denn hier spielen Bewegung, Rhythmusgefühl und Musik zusammen. Das Gehirn wird beim Einüben von neuen Tanzschritten stark gefordert.

Eine Studie vom Uniklinikum Magdeburg5 untersuchte, ob es einen Unterschied vom Tanzen zu den klassischen Ausdauer- und Kräftigungssportarten gibt. An dieser 6-monatigen Studie nahmen Menschen im Alter über 60 Teil, die Hälfte absolvierte ein klassisches Sportprogramm (2x/Woche), die andere Hälfte ein anspruchsvolles Tanztraining, bei dem immer wieder neue Tänze einstudiert wurden. Die Tänzer verbesserten sich vor allem im Bereich der (geteilten) Aufmerksamkeit, Flexibilität, Gleichgewicht und Wachsamkeit. Bei den Sportlern verbesserte sich in dieser Studie vorwiegend die Wachsamkeit. Die Gründe: Bewegung lässt neue Nervenzellen entstehen, die aber gefordert werden müssen, damit sie nicht wieder verkümmern. Durch die komplexen Bewegungsabläufe und Schrittfolgen beim Tanzen wird das Gehirn intensiv gefordert, vor allem wenn der Mann in der Lage ist, die Oberhand zu behalten und die Frau aktiv zu führen (häufig ist es ja umgekehrt). Die Forscher vom Uniklinikum Magdeburg resümieren: „Unsere Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass komplexes Tanztraining, in dem die Teilnehmer kontinuierlich neue Bewegungsabläufe lernen, effizienter ist, die Produktion von neuen Nervenzellen zu stimulieren als körperliches Training mit immer gleichen Fitness- und Kraftübungen. Körperliches Training sollte folglich am besten mit geistigem Training verbunden werden, um einer Demenz erfolgreich vorzubeugen.“5

Gleichzeitig wirkt sich Musik positiv auf Demenz aus (und gleichzeitig auf Depressionen, die häufig damit einhergehen). Auch das wurde in einer finnischen Studie nachgewiesen. Das verstärkt die positiven Auswirkungen auf die Hirnleistung für die Sportart Tanzen. Also auf zum Freitags-Nachmittags-Senioren-Tanzkreis, Dein Hirn und Dein Gemüt werden es Dir danken!

Training und Immunsystem – das Medikament Bewegung richtig dosieren!

Training und Immunsystem – das Medikament Bewegung richtig dosieren!

Warum erwischt es den einen, der gerade das Gleiche macht wie der andere, letzterer bleibt aber gesund?

Die Frage ist, was die Abwehrkräfte dem Erreger entgegen setzen können. Das Immunsystem ist der Türsteher und entscheidet, was hereinkommt, überlebt und sich ausbreitet und was nicht. Beim einen ist die Immunabwehr und der Türsteher schwächer, da er wenig Schlaf in der Nacht und viel Stress übertags hat. Weil er so unter Strom steht, ernährt er sich schlecht, das Immunsystem vermisst die notwendigen Stoffe aus der Ernährung. Und wenn er mal Sport macht, so überfordert er sich, wodurch sein Immunsystem einen zusätzlichen Dämpfer bekommt. Du siehst, die Qualität oder Schlagkraft unseres Immunsystems hängt von sehr vielen Faktoren ab. Du hast vielfältige Möglichkeiten, an diesen Stellschrauben zu drehen, um Dein Immunsystem zu stärken.

Körper und Geist spielen eine gleichermaßen große Rolle, wenn es darum geht, eine starke und effektive Immunabwehr zu erreichen. Einerseits geht es darum, sich regelmäßig zu bewegen, wobei hier die Qualität der Bewegung ein entscheidender Faktor ist. Stimmt diese, dann ist Bewegung und Aktivität ein äußerst stimulierender Faktor für eine gesunde Psyche und einen starken Körper. Und gerade jetzt ist es wichtig, darauf zu achten, eine starke Infektabwehr zu erreichen.

Was bedeutet aber nun ein qualitativ wertvolles Training?

Hier geht es entscheidend um die Intensität der Belastung, sprich die Pulswerte, die Du beim Walking, Laufen, Radeln, Schwimmen oder Deinen sonstigen Aktivitäten erreichst. Am besten immunstärkend sind lockere Belastungen im GA1-Bereich, einer Trainingszone, in welcher der Muskel ausreichend Sauerstoff bekommt (sog. aerober Trainingsbereich). Somit greift Deine Muskulatur auf unseren größten Energiespeicher, die Fette, zu. Das lockere Training im GA1-Bereich ist wenig ermüdend und hat somit kurze Regenerationszeiten. Das ist ideal für Dein Immunsystem. Welche Pulsbereiche Du ansteuern sollst, d.h. wo Dein GA1-Bereich liegt, das erfährst Du im Rahmen eine Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose in den Diagnostikzentren.

Um Deinem Immunsystem noch eine weitere Geheimwaffe zu geben, empfehlen sich besonders Sporteinheiten im Freien. Warum? Dort wartet das Tageslicht auf Dich, idealerweise Sonnenstrahlen.  Diese wandeln die in unserer Haut bereits vorhandene Vitamin D-Vorstufe in aktives Vitamin D um. Das versorgt wiederum einen auf Abwehr spezialisierten Rezeptor, der antibakterielles Cathelizidin ausschüttet. Daher: Wenn immer möglich Sport im Freien und bei Tageslicht nach dem Motto: „locker, langsam, lange“. Viel Spaß dabei!

So schmelzen Deine Kilos – verbrenne sie!

So schmelzen Deine Kilos – verbrenne sie!

„Wir essen nicht zu viel, wir bewegen uns zu wenig“

… beginnt Heinrich Anders seinen Artikel zum effektiven Abnehmen durch sportliche Aktivität. „Wer dauerhaft abnehmen will, sollte es nicht mit Diäten versuchen, sondern sich lieber mehr bewegen.“ Warum ist das so? Die Natur ist hervorragend auf Phasen mit wenig Nahrung eingerichtet, zu Urzeiten war dies eines der wichtigsten Überlebensprinzipien. Gibt es wenig Nahrung, senkt der Körper seinen Grundumsatz, indem er Muskelmasse abbaut und somit Energie spart. Wenn es wieder ausreichend Nahrung gibt, füllt er schnell seine Depots, um für die nächste „Hungerperiode“ (heutzutage und hierzulande meist in Form einer Brigitte-Diät) gerüstet zu sein.

Und das ist bei den Diäten der gefürchtete JoJo-Effekt.

Nimm erst zu, um abzunehmen! Hört sich skurril an, oder? Mit sportlicher Aktivität gehst Du diesen Weg: Am Anfang steht der Aufbau von Muskelmasse, um den Grundumsatz anzuheben und die Voraussetzung dafür zu schaffen, langfristig ein niedrigeres Gewicht halten zu können. Denn dauerhaft abnehmen heißt, zunächst stetig Gewicht zu verlieren und danach das Wunschgewicht aber auch zu halten.

Beim Ausdauertraining in Form von Wandern, Walken, Laufen, Radeln, Schwimmen, Skaten u.a. lernt Deine Muskulatur, das überschüssige Bauch- und Hüftfett zu verbrennen, d.h. das angewachsene und zu große Brennstoffdepot zu leeren. Unabdingbare Voraussetzung für diesen Lerneffekt der Muskulatur ist aber die richtige Drehzahl bei sportlicher Aktivität: Denn wenn der Aktive mit den falschen Herzfrequenzen unterwegs ist, kann er sich noch so abmühen und fleißig sein, der Abnehmeffekt wird ausbleiben. Wo bei Dir persönlich der Optimalpuls für die Anregung des Fettstoffwechsels liegt, erfährst Du in einer Untersuchung des Stoffwechsels Deiner Muskulatur. Dies führen wir in einer Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostik durch.

Gleichzeitig können wir den Grundumsatz messen

Wir sehen hier bereits in Ruhe die Verteilung zwischen Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie die absolute Höhe des Kalorienbedarfs unter Ruhebedingungen; darauf aufbauend kann die notwendige und sinnvolle Kalorienzufuhr abgestimmt werden.

Training und Lunge

Training und Lunge

An Sars-CoV-2 und den Folgen einer Erkrankung wird zwar aktuell intensiv geforscht, die Langzeitfolgen einer Infektion können aber noch nicht komplett abgeschätzt werden. Was aber klar ist, Herz und Lunge sind besonders gefährdete Organe, die kurz nach der Genesungsphase noch eine Schonfrist brauchen. Denn die Viren dringen über die sogenannten ACE-2-Rezeptoren in die Zellen ein, und diese Zellen befinden sich vermehrt auch in Herz und Lunge; daher sind diese beiden Organe von der Erkrankung oft schwer getroffen. Bei etwa einem Drittel der Erkrankten ist der Herzmuskel beeinträchtigt, bei wiederum zwei Drittel davon sind Veränderungen im EKG zu erkennen.

Wenn ein Mensch von der Herz-Kreislauf-Lungen-Seite durch eine Vorerkrankung schon im Alltag an seinem Limit ist, dann ist klar, dass er bei einer Virus-Erkrankung (egal ob Grippe oder COVID) zu den besonders Gefährdeten für einen schweren Verlauf zählt. Im Alter nimmt die Steifigkeit des Herzens zu, die Funktion der Muskulatur nimmt ab und die Leistungsreserven der Lunge werden geringer. Die gute Botschaft dabei: Diesem Prozess kannst Du durch ein gutes Training deutlich entgegen-steuern. Prof. Halle dazu: „Es steht außer Frage, dass körperliches Training das Herz-Kreislaufsystem leistungsfähiger erhält und die Belüftung der Lunge fördert und so auch die Durchblutung durch den Euler-Liljestrand-Reflex verbessert. Zudem steigert Sport die Immunkompetenz. Dies sind alles Kapazitäten, die zur erfolgreichen Bewältigung einer Covid-19-Infektion von wesentlicher Bedeutung sind, gerade für untrainierte und alte Menschen.“

Was noch nicht komplett geklärt ist:

Gibt es Langzeitschäden durch die COVID-Erkrankung?

Der Erreger tritt über die Lunge in den Körper ein, weswegen die Lunge primär von Langzeitfolgen betroffen ist; viele berichten auch längere Zeit nach der Genesung noch von Atemnot, Husten oder auch ständiger Müdigkeit / Schlappheit. Auch der Geruchs- und Geschmackssinn können noch längere Zeit danach beeinträchtigt sein. COVID-19 ist aber keine reine Lungenerkrankung, auch andere Organe können betroffen sein, hier vor allem das Herz. Verlaufsstudien müssen nun zeigen, mit welchen Folgen zu rechnen ist. Es ist durch viele Fallstudien schon absehbar, dass es in einigen wenigen Fällen zu länger andauernden Problemen kommt. In der Welt der Mediziner hat sich diese Diagnose schon als „Post-Covid-Syndrom“ manifestiert. Hier wird öffentlich, wie elementar jetzt ein gezieltes und auf die aktuelle Fitness abgestimmtes Sportprogramm zur Behandlung der Folgen der Erkrankung ist.

Wir möchten noch einen anderen Aspekt hervorheben:

Man darf nie vergessen, dass Körper und Psyche eng zusammenhängen und miteinander verknüpft sind. Atemwegserkrankungen wie beispielsweise das Asthma bronchiale hat nicht selten psychische Begleiterscheinungen oder gar Hintergründe; an Asthma Erkrankte haben häufig ein Problem mit Ängsten.

Was macht die COVID-Pandemie und die seit nun fast einem Jahr täglich auf uns einprasselnden und gebetsmühlenartig verbreiteten Vorschriften und Empfehlungen der Politik mit unserer Psyche? Bekommst Du es nicht mitunter auch mit der Angst zu tun, wenn Du in der Tagesschau siehst, wie ein LKW-Konvoi die toten Italiener in die Krematorien fährt? Oder wenn täglich die Totenzahlen plakativ auf der Deutschlandkarte platziert werden? Von England aus wird ein aggressiveres Virus angekündigt, das nun auch Verbreitung bei uns findet. In solchen Zeiten muss man psychisch sehr stabil sein, wenn man die vielen Hiobsbotschaften ohne psychischen Schaden aushalten will. Doch was ist mit all den Menschen, die psychisch labil sind, die eh schon einen Waschzwang hatten, die bereits vor Corona schon mit Ängsten zu kämpfen hatten und deren Situation sich jetzt enorm verschärft?

Bewegung ist ein optimales und hochwirksames Anti-Depressivum, auch bei Angst- und Panikstörungen ist ein sinnvolles Sportprogramm hilfreich zur Bewältigung der Ängste. Wissenschaftlich ist dies vielfach bestätigt. Wir sehen es durch unsere 20-jährige Erfahrung in der Arbeit mit psychosomatischen Patienten. Umso kritischer betrachten wir, dass von unseren Politikern ab November wieder alle Sportstätten geschlossen wurden und die Schließung auch weiter anhält. Gerade jetzt einer Zeit, in der Bewegung für den Körper und sein Immunsystem sowie vor allem aber auch für die Psyche so wichtig sind. Und es ist nicht jedermanns Sache, raus zu gehen und aktiv zu sein, viele schaffen es alleine nicht und brauchen eine Gruppe zur Motivation, vor allem wenn sie psychisch angeschlagen sind (was aktuell bei immer mehr Menschen auftritt). In der Rehabilitation mit „Post-Covid-Syndrom“ nimmt der psychische Anteil an der Behandlung den gleichen Anteil wie die körperlichen Symptome an.

Unser Apell daher: Zögere nicht lange, beginne jetzt, aktiv zu werden und suche nach allen Möglichkeiten, dies umzusetzen. Nimm Dir ein kleines Gymnastik-Workout morgens in der Früh oder abends zu den Nachrichten vor. Mach einen Spaziergang an der frischen Luft, gerne auch im Walking-Tempo oder bei ausreichender Fitness als Jogging-Einheit. Melde Dich gleich jetzt zu einem Bewegungskurs im Frühjahr an. Oder belege einen Digital-Kurs, der aktuell von vielen Studios und Bewegungseinrichtungen sowie auch von uns („fit bis 100“-Online) angeboten wird. Mache zuvor eine Stoffwechsel- und Leistungsdiagnostik, um zu wissen, wie Du die sportlichen Aktivitäten Deiner Gesundheit zuträglich steuerst.

Cookie Consent with Real Cookie Banner